Unabhängige Analysen und Informationen zu Geopolitik, Wirtschaft, Gesundheit, Technologie

KI-Betrug außer Kontrolle: Deepfakes treffen jetzt Journalisten, Politiker und Regierungen (Video)

Explosives Video von The Pulse: Wie KI-Betrüger selbst Top-Journalisten und Politiker ins Visier nehmen – und warum die „digitale ID“ nicht die Rettung ist

Im neuen, explosiven Video von The Pulse geht es um ein Thema, das bis vor Kurzem noch wie Science-Fiction klang – und heute mitten im Alltag angekommen ist: Deepfakes, KI-Betrug und digital manipulierte Identitäten, die nicht nur normale Bürger, sondern inzwischen auch Spitzenjournalisten und politische Eliten angreifen.

Das Video beschreibt, wie Deepfakes und KI-Betrügereien explosionsartig zunehmen: Eltern, die angebliche Notrufe ihrer Kinder bekommen, Erpresser, die perfekt imitierte Stimmen nutzen, gefälschte Nummern, die exakt mit den Kontaktdaten von Angehörigen übereinstimmen. Was wie ein dystopischer Thriller klingt, ist mittlerweile Realität.

Das Video nutzt einen besonders krassen Fall, um zu zeigen, wie weit das schon geht: Die amerikanische Investigativjournalistin Sharyl Attkisson – fünffache Emmy-Preisträgerin und Trägerin des Edward-R.-Murrow-Preises – wurde Ziel eines hochprofessionellen KI-Betrugs, der Donald Trump und seine Stabschefin Susie Wiles täuschend echt imitierte.

Direkt zum Video mit deutschen Untertiteln:

Der Fall Sharyl Attkisson: Wenn sogar Profis auf KI-Betrug hereinfallen können

Attkisson beschreibt in ihrem Substack-Bericht, wie der Betrug begann:
Am 12. November bekommt sie eine SMS auf ihrem normalen Handy – angeblich von der Nummer von Susie Wiles, Trumps Stabschefin:

„Sharyl, lass uns einen Signal-Anruf vereinbaren.
Meine Signal-Nummer ist 202-[geschwärzt].
Du hast eine Nachricht vom Präsidenten.
Danke, Susie, Stabschefin.“

Wichtig: Zu diesem Zeitpunkt wartete Attkisson tatsächlich auf eine Freigabe des Weißen Hauses für ein Interview mit Trump. Der Kontext passte also – genau das nutzen KI-Betrüger aus: Sie steigen in reale Kommunikationssituationen ein.

Was dann folgt, ist eine ganze Woche aus:

  • abgebrochenen Signal-Anrufen,
  • seltsamen Erklärungen („Sicherheitsnetzwerk“, „Blockierung endet in ein paar Tagen“),
  • und immer neuen Verzögerungen.

Dann kommt der nächste Schritt:
Über Signal erhält sie Audioaufnahmen, die wie echte Sprachnachrichten von Susie Wiles und Donald Trump klingen.

  • Wiles’ Stimme: Entschuldigungen, Verweise auf den Secret Service, der angeblich Anrufe einschränke.
  • Dann eine Nachricht „vom POTUS“:
    Trump – bzw. eine perfekte KI-Imitation – bietet ihr angeblich einen Sitz im TikTok-Board an, inklusive Anteilen, mit dem Hinweis, man habe „privat eine chinesische Firma beauftragt, um alle Vorstandsmitglieder zu regularisieren“. Details, so die Stimme, würden bei einem Treffen geklärt.

Parallel dazu kommen weitere Nachrichten von der „Wiles“-Nummer:

  • Ankündigung eines Treffens im Rosengarten des Weißen Hauses
  • Hinweise, der Präsident sei „nicht erfreut über Verzögerungen“
  • Aufforderung, Mindestaktien zu kaufen und einen Berater zu kontaktieren

Am Ende geht es um 21.500 Dollar im Voraus plus 100.000 Dollar in Aktien – doch das Erschreckende ist nicht die Summe, sondern die Professionalität:

„Die Stimmen waren für mich nahezu perfekt“, schreibt Attkisson.
Die Betrüger nutzten offenbar hochentwickelte KI-Tools, die nur wenige Sekunden Original-Audio brauchen, um eine täuschend echte Stimme zu erzeugen.

Der Betrug bleibt nicht bei ihr allein:
Sie kontaktiert eine weitere im Paket genannte Person – auch diese bestätigt, Opfer desselben Scams geworden zu sein. Es handelt sich also nicht um einen Einzelfall, sondern um ein systematisch angelegtes Vorgehen gegen mehrere nationale Persönlichkeiten.

„Sichere“ Kommunikation? Signal, gehackte Handys und das Ende der Beweisbarkeit

Das Video von The Pulse arbeitet einen weiteren Punkt heraus, der richtig unheimlich ist:
Die Betrüger nutzten Signal, eine App, die als „sicher“, „verschlüsselt“ und „vertrauenswürdig“ gilt. Attkisson schreibt, die Angreifer hätten offenbar:

„Trumps echte Audio gespiegelt und dadurch Signals Ende-zu-Ende-Basisschutz kompromittiert.“

Ob technisch wirklich die Verschlüsselung unterlaufen wurde oder der Angriff „nur“ den menschlichen Teil der Schwachstelle ausnutzt – das Ergebnis ist dasselbe:
Was auf dem Display sicher aussieht, muss es nicht sein.

Dazu kommen weitere erschreckende Beispiele aus dem Bericht:

  • Ein britisches Energieunternehmen verliert 220.000 Euro, nachdem eine KI-generierte CEO-Stimme einen Mitarbeiter zur Überweisung auffordert.
  • Tom Hanks und Scarlett Johansson warnen öffentlich vor Deepfakes, die ihr Ebenbild für Betrügereien missbrauchen.
  • In den USA werden über 845.000 Betrugsfälle mit Impostoren in einem Jahr gemeldet – und die Zahlen haben sich Anfang 2025 fast vervierfacht.
  • Tools zum Stimmenklonen sind inzwischen kostenlos oder spottbillig online erhältlich, werden als „Spaß-Apps“ für Streiche beworben, aber massenhaft für Vishing (Voice Phishing) eingesetzt.

Die Botschaft:
Diese Technologie ist nicht mehr elitär oder selten – sie ist verfügbar, billig und skalierbar. Jeder kann zum Opfer werden, egal wie „medienkompetent“ er ist.

Von Swatting bis Staatsüberwachung: Wenn KI-Täuschung und reale Gewalt zusammenkommen

Im zweiten Teil zieht das Video von The Pulse eine Linie zu Themen, die Attkisson schon seit Jahren verfolgt:

  • staatliche Überwachung,
  • forensisch belegte Spionage gegen sie und ihre Familie,
  • Swatting-Angriffe (gefälschte Notrufe, die schwer bewaffnete Polizeieinsätze auslösen).

Die Frage, die im Raum steht:
Was hindert eigentlich irgendjemanden daran, einen Deepfake zu erzeugen, der so aussieht, als würdest du ein Verbrechen planen oder gestehen?

Wenn Polizei und Geheimdienste ohnehin schon:

  • massenhaft Daten sammeln,
  • politische Gegner und Journalisten überwachen,
  • und in der Vergangenheit Grenzen überschritten haben –

dann ist die Kombination aus:

  1. KI-Deepfakes,
  2. Überwachung,
  3. aggressiven Sicherheitsbehörden

eine hochgefährliche Mischung.

Ein manipuliertes Video, ein gefälschter Audiocall, ein künstlich erzeugtes „Geständnis“ – und plötzlich gibt es vermeintliche Beweise, die in einem aufgeheizten Klima kaum jemand hinterfragt.

Und jetzt die „Lösung“ der Technokraten: Digitale ID für alle?

Gegen Ende des Videos kommt der Punkt, an dem man schon ahnt, was als Nächstes kommen wird:
Natürlich wird man uns erzählen, die Lösung für KI-Betrug sei – eine globale digitale ID.

Die Moderatorin von The Pulse formuliert es sinngemäß so:

  • Man wird sagen: „Sobald die Anonymität im Internet abgeschafft ist, können wir Menschen vor solchen Betrügereien schützen.“
  • In Wirklichkeit ist das eine Täuschung: Kriminelle, Hacker und Geheimdienste halten sich nicht an Gesetze – sie werden Wege finden, digitale IDs zu umgehen oder zu fälschen.
  • Im Zweifel werden auch deine digitale ID und deine biometrische Identität kopiert – dann hast du nicht nur einen Betrüger, sondern einen Betrüger, der mit deiner offiziellen Identität handelt.

Die scharfe Pointe:

„Der einzige Weg, dich gegen die Art und Weise zu schützen, wie KI gegen uns eingesetzt werden kann, ist, sie zu regulieren – nicht, ihre Regulierung zu verbieten. Jemand sollte dem Präsidenten Bescheid sagen.“

Mit anderen Worten:
Es geht nicht um noch mehr Überwachung, noch mehr digitale Ketten, noch mehr „Vertrauensinfrastruktur“.
Es geht darum:

  • KI-Tools zu begrenzen,
  • Missbrauch strafrechtlich und technisch zu erschweren,
  • und nicht im Namen der Sicherheit eine totale digitale Kontrolle zu etablieren, in der am Ende die Falschen die Macht haben.

Fazit: KI-Täuschung als Hebel für digitalen Kontrollstaat?

Das Video von The Pulse zeigt am Beispiel von Sharyl Attkisson, wie weit KI-betrug heute schon ist – und wie schnell selbst erfahrene Profis hineingezogen werden können.

Die wichtigsten Punkte:

  • Deepfakes sind kein Spielzeug mehr, sondern ein Milliarden-Betrugswerkzeug.
  • „Sichere“ Kommunikation ist ohne echte, technische und rechtliche Schutzmechanismen nicht mehr verlässlich.
  • Die nächste Welle an Panik und Skandalen wird von genau jenen Kräften genutzt werden, die schon seit Jahren auf globale digitale IDs, permanente Überwachung und KI-gesteuerte Kontrolle drängen.
  • Und genau das wird als „Schutz“ verkauft – während die eigentlichen Täter und Machtstrukturen dadurch nur noch mehr Zugriff auf unser Leben gewinnen.

Stattdessen braucht es eine ganz andere Debatte:
Nicht „Wie machen wir alle Menschen vollständig identifizierbar und trackbar?“,
sondern:
„Wie begrenzen wir den Einsatz von KI, schützen Grundrechte und verhindern, dass Technologie zur perfekten Waffe gegen Bürger, Journalisten und politische Gegner wird?“

Das Video von The Pulse macht deutlich:
Die Zukunftsfrage lautet nicht, ob KI für Betrug, Erpressung und politische Manipulation eingesetzt wird – das passiert längst.
Die eigentliche Frage ist:
Wer nutzt diese Werkzeuge – und ob wir am Ende mit einem digitalen Schutzschild oder in einem digitalen Käfig aufwachen.