Von einem Atomprogramm war keine Rede – bis ein US-Algorithmus plötzlich Alarm schlug. Was folgte, war ein Krieg mit Ansage.
Am 13. Juni 2025 begann Israel mit Luftschlägen auf iranische Atomanlagen – unterstützt von den USA unter Donald Trump. Der Vorwand: Der Iran stehe kurz davor, eine Atombombe zu bauen. Doch wie sich inzwischen herausstellt, basierte diese explosive Behauptung nicht auf klassischen Geheimdienstinformationen, sondern auf den Auswertungen eines KI-Systems namens Mosaic – entwickelt vom US-Unternehmen Palantir.
Seit 2015 nutzt die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) dieses System zur „Bedrohungsanalyse“. Doch Mosaic liefert keine Beweise, sondern Mustererkennungen: Bewegungen, Metadaten, Anomalien. Daraus schloss das System auf „feindliche Absichten“ – ohne, dass es konkrete Hinweise auf eine militärische Atomwaffe gab.
IAEA-Chef Rafael Grossi musste wenige Tage nach den Angriffen kleinlaut gegenüber CNN einräumen: „Wir haben keine Beweise für systematische Bemühungen [des Irans], eine Atomwaffe zu entwickeln.“
Doch da war es zu spät. Die IAEA hatte am 12. Juni – nur einen Tag vor Israels Angriff – eine Resolution verabschiedet, die dem Iran „Nichteinhaltung“ unterstellte. Laut russischem Außenministerium war es genau diese Resolution, die als diplomatische „Deckung“ für den Angriff diente – gestützt auf die Auswertung der KI, nicht auf gesicherte Erkenntnisse.
In Israel spricht man offen von einem „Fenster der Gelegenheit“. Kommentatoren geben zu, dass es keinen konkreten Auslöser gab – aber die strategische Lage günstig war. Trump, so berichten Insider, ließ sich von Netanjahu und CENTCOM-General Kurila überzeugen, trotz gegenteiliger Einschätzungen seines Geheimdienstes („Der Iran hat keine Bombe“, so DNI Tulsi Gabbard), militärisch einzugreifen.
Der Krieg gegen den Iran – so wird deutlich – war kein Akt der Verteidigung, sondern eine politisch-technokratische Entscheidung. Eine künstliche Intelligenz lieferte den Vorwand, Politiker und Militärs zündeten die Lunte – und die IAEA spielte mit.
Fazit: Wir erleben eine neue Form der Kriegsführung: nicht mehr durch Beweise, sondern durch Algorithmen. Wenn Systeme wie Mosaic die Realität formen, droht das Völkerrecht endgültig zur Simulation zu verkommen.


