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Kritik an Trumps ersten Nominierungen: „Eine absolute Katastrophe“

Die Zusammensetzung der zukünftigen Trump-Regierung zeichnet sich immer klarer ab. Die wohl bedeutendste Personalentscheidung bisher ist die Ernennung von Marco Rubio zum Außenminister.

Rubio hatte letztes Jahr eine Gesetzesänderung durchgesetzt, die Trumps unilateralem NATO-Austritt Steine in den Weg legt. Er gilt als Hardliner und Verfechter einer altmodischen „starken Hand“ Amerikas auf der Weltbühne.

Die Öffentlichkeit zeigte sich überrascht. Noch 2015 schrieb Trump auf Twitter, Rubio sei ein „Leichtgewicht“, dem er nicht einmal die Leitung eines kleinen Unternehmens zutrauen würde. „Ein vollkommen überschätzter Politiker.“

Der ehemalige Präsidentschaftskandidat und Kongressabgeordnete Ron Paul äußerte Bedenken: „Er steht nicht auf unserer Favoritenliste.“ Rubios Ernennung sei „weder für das Land noch für die Welt von Vorteil,“ so Paul.

Paul teilte in seinem Podcast weiter mit, es gäbe zwei Menschentypen: autoritäre und friedliche. Rubio gehöre zur ersten Kategorie. „Das ist ein Schritt in die falsche Richtung.“

Zusätzlich ernannte Trump Mike Waltz zum Nationalen Sicherheitsberater. Co-Moderator Daniel McAdams kommentierte: „Eine absolute Katastrophe.“

Elise Stefanik wurde als UN-Botschafterin berufen. „Wir waren erleichtert, als Trump versprach, Nikki Haley und Mike Pompeo nicht zurückzuholen, aber [Stefanik] ist eine jüngere Version von Haley,“ so McAdams.

Rubio nannte Trump 2016 einen „Betrüger“. Investigativjournalist Ben Swann betont, Rubio sei ein „Kriegsfalke“, der Israel unterstütze und einen Konflikt mit dem Iran suche. Diese Nominierungen sorgen für Aufsehen.

Vor einigen Tagen betonte Trump Jr., dass in der Regierung seines Vaters kein Platz für „Kriegsfalken“ sei. Ironischerweise scheinen die ersten Ernennungen genau solche zu sein.

Erpresste neokonservative Kriegstreiber – wie Marco Rubio – versuchen, Trumps neue Regierung zu infiltrieren und den Status Quo aufrechtzuerhalten