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Lieber Herr Berset, pardon, aber ich glaube Ihnen kein Wort

Er habe der Wissenschaft zu sehr vertraut, sagt Bundesrat Alain Berset vor laufender Kamera. Einiges würde er heute anders machen in die Coronasituation. Nach fast eineinhalb Jahren kann man getrost davon ausgehen, dass das nur ein weiterer Schachzug ist. Ein offener Brief.

Lieber Herr Bundesrat Berset

Die Menschen mögen es, wenn jemand Fehler eingesteht. Vor allem, wenn es Politiker sind. Das vermittelt Menschlichkeit, Ehrlichkeit, Authentizität. Sie haben das beim Schweizer Fernsehen gemacht. Sie hätten « die Wissenschaft zu wenig hinterfragt», haben Sie in der Gesprächssendung «Gredig direkt» offenbart. Und damit eingeräumt, nicht alles ideal gemacht zu haben rund um Corona. Die Sendung kann hier nachgeschaut werden.

Mit Verlaub: Ich glaube Ihnen kein Wort, das Sie in dieser Sendung deponiert haben. Ich glaube nicht daran, dass es ein ehrliches Bekenntnis war. Ich lasse die letzten fast eineinhalb Jahre Revue passieren, denke an den Abstimmungssonntag vom 13. Juni und komme zum Schluss: Die Achse aus Regierung und Staatsfernsehen läuft wie geschmiert. Dieses Interview war ein weiterer Schachzug in der Scharade, mit der Sie das Volk zum Narren halten.

Nichts ist zufällig passiert in dieser Zeit. Jedem Zug folgte der nächste, und er hat uns