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Macron reagiert auf die Energiekrise und will nun die Straßenlaternen abschalten
Nisian Hughes via Getty Images

Macron reagiert auf die Energiekrise und will nun die Straßenlaternen abschalten

Frankreich bereitet sich auf den totalen Ausstieg aus der russischen Gasversorgung vor.

Trotz der Behauptung, dass „Frankreich kaum von russischem Gas abhängig ist“, kündigte Präsident Macron an, dass die öffentliche Beleuchtung nachts abgeschaltet wird, um Energie zu sparen.

Macron äußerte sich dazu in einem Fernsehinterview anlässlich des Bastille-Tags.

Macron erklärte, dass der Sommer und der Frühherbst für die Franzosen aufgrund des Krieges in der Ukraine sehr hart sein werden und dass eine vollständige Abschaltung des russischen Gases sehr wahrscheinlich sei.

Als Reaktion darauf werden die französischen Bürger aufgefordert, sich in Sachen Energie „nüchtern“ zu verhalten und sich auf noch höhere Lebensmittelpreise einzustellen, da Macron ankündigte, dass die öffentliche Beleuchtung in einigen Orten nachts ausgeschaltet wird.

„Von nun an werde ich die öffentlichen Einrichtungen und alle Unternehmen, die dazu in der Lage sind, auffordern, weniger zu verbrauchen“, sagte Macron. „Wir werden ein Programm auflegen und versuchen, die Beleuchtung am Abend weniger zu nutzen. Wir starten ein Programm zur Lastreduzierung und Nüchternheit“.

„Wir müssen uns auf ein Szenario vorbereiten, in dem wir vollständig auf russisches Gas verzichten müssen“, fügte er hinzu.

Trotz dieser recht drastischen Äußerungen beharrte der französische Präsident darauf, dass „Frankreich kaum von russischem Gas abhängig ist“.

Er behauptete auch, dass die Energiekrise nicht durch die Sanktionen gegen Russland verursacht wurde, denn „die Energiepreise begannen schon vor dem Krieg zu steigen.“

„Wir müssen uns alle darauf vorbereiten, dass der Krieg andauern wird. Der Sommer und der beginnende Herbst werden wahrscheinlich sehr hart sein“, sagte Macron.

Wie wir bereits berichtet haben, ist die Krise auch in Deutschland deutlich zu spüren. Die Bürgerinnen und Bürger sind damit beschäftigt, Brennholz zu horten, während sie aufgefordert werden, weniger zu duschen, weniger Auto zu fahren und bei eisigen Temperaturen mehr Kleidungsschichten zu tragen.

Städte in ganz Deutschland planen außerdem, Sportstadien und Messehallen in diesem Winter als „Aufwärmräume“ zu nutzen, um frierenden Bürgern zu helfen, die sich die explodierenden Energiekosten nicht leisten können.

Immerhin unterstützen sie „die aktuelle Sache“. Vielleicht hilft das, sie warm zu halten.