Rania Eta, Zozan Zedan, Dilan Ezedin und Diyana Elo – das sind die Namen der vier Mädchen, die am 18. August 2022 durch einen Drohnenangriff der Türkei auf ein von der UN gefördertes Mädchenbildungszentrum in Nordostsyrien umgebracht wurden. Zum Zeitpunkt des Luftangriffs spielten sie Volleyball im Hof des Bildungszentrums. Elf weitere Mädchen erlitten Verletzungen. Das Bildungszentrum ist Teil des UN-Aktionsplans gegen die Rekrutierung von Kindern unter 18 Jahren. Zuvor waren die vier ermordeten Mädchen Teil der Frauenverteidigungseinheiten (YPJ), jedoch ohne in Kampfeinsätze eingebunden zu sein.[1] Dieser Angriff reiht sich ein in eine ganze Serie von Artillerie- und Drohnenangriffen, die sich seit dem Treffen des türkischen Präsidenten Erdogan mit seinen Amtskollegen Putin und Raisi in Teheran intensivieren.
Luftschläge und Artillerieangriffe nehmen zu
Erst im Mai 2022 kündigte der türkische Präsident Erdogan die nächste (völkerrechtswidrige) Militäroffensive in Nordsyrien an; bislang steht die Offensive aus, die sich gegen die als „Terroristen“ erklärten kurdische Kämpfer*innen in den von der YPG kontrollierten Städten Tal Rifaat und Manbij richten soll.[2]
Bei dem Treffen in Teheran blieb die erhoffte Rückendeckung von Russland und Iran für eine erneute Großoffensive aus – auch die USA äußern sich kritisch und rufen offiziell zur Deeskalation auf.[3] Unterstützung zeichnet sich auch aus Syrien
