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Sterblichkeitsraten steigen, wenn mehr Menschen geimpft werden

Sterblichkeitsraten steigen, wenn mehr Menschen geimpft werden

In den Bundesländern mit den höchsten Impfraten ist die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Wuhan-Coronavirus (COVID-19) verheerend angestiegen.

Eine Studie von Dr. Rolf Steyer und Dr. Gregor Kappler hat ergeben, dass die Korrelation zwischen der Übersterblichkeit in den Bundesländern und deren Impfraten überraschend hoch ist, wenn man sie mit der relativen Einwohnerzahl eines Bundeslandes gewichtet.

Dieser Befund ist besorgniserregend und muss erklärt werden, wenn weitere politische Maßnahmen zur Erhöhung der Impfrate ergriffen werden sollen, so die Forscher in ihrem Bericht.

Geimpfte Länder haben hohe Übersterblichkeitsraten

Im Mai wurde berichtet, dass Uruguay trotz einer der erfolgreichsten Impfkampagnen mehrere Wochen lang die höchste Pro-Kopf-Sterblichkeitsrate der Welt aufwies. Dies ist auch in anderen stark geimpften Ländern wie Bahrain und den Malediven häufig der Fall.

Uruguay, ein Land mit rund 3,5 Millionen Einwohnern, verzeichnete durchschnittlich 55 Todesfälle pro Tag und 1,6 Todesfälle pro 100 000 Einwohner, eine Zahl, die seit dem sprunghaften Anstieg der Fälle im April konstant blieb.

Bahrain verzeichnete 0,9 Todesfälle pro 100.000 Einwohner, und die Malediven weisen ähnlich ernüchternde Zahlen auf, die weit über denen von Ländern wie den Vereinigten Staaten (0,15 pro 100.000 Einwohner) und Indien (0,29 pro 100.000 Einwohner) liegen.

Länder wie Chile und die Seychellen gehören ebenfalls zu den Ländern mit den schlimmsten COVID-Infektionswellen weltweit. Obwohl die Durchimpfungsrate in diesen Ländern höher ist als in den USA, warnen Experten davor, dass eine zu frühe Aufhebung der Beschränkungen zu Selbstzufriedenheit in der Bevölkerung führen könnte.

Dr. Jude Gedeon, der Beauftragte für öffentliche Gesundheit auf den Seychellen, sagte, dass die Ausbrüche teilweise durch die Wiederaufnahme der Wirtschaftstätigkeit und die Selbstgefälligkeit der öffentlichen Gesundheitsmaßnahmen wie das Tragen einer Maske und soziale Distanzierung angeheizt wurden.

Der Präsident der Malediven, Ibrahim Mohamed Solih, schloss sich dieser Meinung an und erklärte, das Land habe seine Beschränkungen zu früh aufgehoben.

In den USA und vielen anderen wohlhabenden Ländern werden Impfstoffe als Ausstiegsstrategie aus den wirtschaftlichen und sozialen Beschränkungen der Pandemie gesehen. Während die Impfraten in den USA steigen, mahnen Experten und Beamte die Menschen weiterhin, nicht selbstzufrieden zu sein und die Beschränkungen nicht zu früh aufzuheben, weil sie ein Wiederaufflammen der Krankheit befürchten.

Eine Änderung der Richtlinien der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) erlaubte es den Geimpften jedoch, auf die Gesichtsmaske zu verzichten, was dazu führte, dass eine Reihe von Bundesstaaten ihre Maskenpflicht aufhob.

In der Studie von Steyer und Kappler wurde festgestellt, dass die direkteste Erklärung für diesen Sachverhalt darin besteht, dass eine vollständige Impfung die Sterbewahrscheinlichkeit auf indirektere Weise erhöht.

Je höher beispielsweise der Anteil der älteren Menschen ist, desto höher sind die Impfquote und die Übersterblichkeit. Somit korrelieren auch Impfquote und Übersterblichkeit.

Es besteht auch die Möglichkeit, dass höhere Impfraten durch mehr Stress und Angst erreicht werden, was zu einer höheren Zahl von Todesfällen führen kann.

Zwei Bundesländer, die die Forscher untersuchten, sind Thüringen (vier Prozent) und Sachsen (zwei Prozent). Sie haben die niedrigsten Impfraten und auch die geringste Übersterblichkeit.

Spitzenreiter ist Mecklenburg-Vorpommern mit einer Durchimpfungsrate von 66 Prozent und einer Übersterblichkeitsrate von 16 Prozent. Auch andere hochgeimpfte Bundesländer wiesen einen zweistelligen Anstieg der Übersterblichkeitsrate auf.

Diese Zahlen sind besorgniserregend und bedürfen der Klärung, wenn weitere politische Maßnahmen zur Erhöhung der Impfquote ergriffen werden sollen“, so die Statistiker.

Die Studie wurde inzwischen an den Thüringer Landtag übergeben, um die Angelegenheit weiter zu bewerten.