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Südkoreanische Untersuchung deckt Risiko einer Gesichtslähmung nach COVID-Impfung (mRNA und viraler Vektor) auf.

Südkoreanische Untersuchung deckt Risiko einer Gesichtslähmung nach COVID-Impfung (mRNA und viraler Vektor) auf.

Südkoreanische Forschungsergebnisse belegen, dass COVID-19-Impfstoffe zumindest zu einer vorübergehenden Gesichtslähmung (FP) führen.

Die in der Fachzeitschrift „Emerging Infectious Diseases“ des Center for Disease Control and Prevention (CDC) veröffentlichten Ergebnisse basieren auf einer selbstkontrollierten Fallserienstudie, in der der Zusammenhang zwischen COVID-19-Impfung und Gesichtslähmung (FP) in Südkorea untersucht wurde. Die Autoren nutzten, extrahierten und analysierten Daten, die auf einem mit der nationalen Gesundheitsinformationsdatenbank verknüpften Impfregister basieren. 44.564.345 Patienten >im Alter von 18 Jahren erhielten >eine Dosis des COVID-19-Impfstoffs (BNT162b2, mRNA-1273, ChAdOx1 nCoV-19 oder Ad.26.COV2.S) sowie eine FP-Diagnose und eine Kortikosteroid-Verordnung innerhalb von 240 Tagen nach der Impfung. Beim Vergleich der FP-Inzidenz in einem Risikofenster (Tage 1-28) mit einem Kontrollfenster (der Rest des 240-tägigen Beobachtungszeitraums ohne Risikofenster) stellten die Autoren fest, dass „5.211 Patienten innerhalb des Risikofensters und 10.531 innerhalb des Kontrollfensters an FP erkrankten“. Das FP-Risiko stieg innerhalb von 28 Tagen nach der Impfung an, vor allem nach der ersten und zweiten Dosis, und wurde interessanterweise sowohl für mRNA- als auch für Virusimpfstoffe beobachtet. Unter der Leitung des korrespondierenden Autors Ju-Young Shin, School of Pharmacy, Sungkyunkwan University, weist das Studienteam darauf hin, dass „Kliniker das Risiko-Nutzen-Profil für Gesichtslähmung im Zusammenhang mit den COVID-19-Impfstoffen sorgfältig bewerten und neurologische Anzeichen nach der Impfung überwachen sollten.“

Unter Gesichtslähmung versteht man eine Schwäche oder Lähmung der Muskeln auf einer Seite (oder selten auf beiden Seiten) des Gesichts. Sie tritt auf, wenn der Gesichtsnerv (Hirnnerv VII), der die Mimik steuert, beschädigt oder gestört wird. Die häufigste Form der Gesichtslähmung ist die Bellsche Lähmung, aber die Gesichtslähmung kann auch verschiedene andere Ursachen haben.

Die Datenquelle für diese Studie wurde von der koreanischen Behörde für Krankheitskontrolle und -prävention, der Nationalen Medizinischen Akademie Koreas und der Nationalen Krankenversicherung zur Verfügung gestellt.

Außerdem gewährte die koreanische Behörde für Krankheitskontrolle und -prävention einen Zuschuss für die Untersuchung. Weitere Zuschüsse für einzelne Forscher trugen zur Fertigstellung der Studie bei.