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Ukrainische Armee bombardiert ihre eigene Zivilbevölkerung
Facebook/Anne-Laure Bonnel

Ukrainische Armee bombardiert ihre eigene Zivilbevölkerung

Die französische Kriegsjournalistin Anne-Laure Bonnel berichtet aus dem Donbass über den Krieg in der Ukraine. Am Dienstag war sie auf dem französischen Nachrichtensender CNews zu sehen. Die Sendung ging den sozialen Medien viral.

„Wir reden eine Woche lang über diesen Konflikt, aber er dauert schon seit acht Jahren an“, sagte Bonnel. „Es gab 13.000 Tote, die Menschen sind erschöpft“. Nach Angaben des Journalisten wird die Zivilbevölkerung im Donbass von der ukrainischen Armee bombardiert. „Ich habe den Beweis, daran gibt es keinen Zweifel“, sagte Bonnel.

Am Dienstag war sie in Donezk, wo gegen 15.30 Uhr Ortszeit zwei Zivilisten bei einem Bombardement durch die ukrainische Armee getötet worden waren. „Seit acht Jahren herrscht ein Bürgerkrieg. 13.000 Tote. In den letzten drei Tagen hat die Zahl der Angriffe zugenommen“, schrieb sie auf Facebook. Bitte beachten Sie, dass die Bilder als schockierend empfunden werden können. Das Video zeigt, dass die Bombardierung verheerende Folgen hatte. „Es tut mir leid, aber wir befinden uns im Krieg“, sagte sie.

Der französische Journalist Bernard-Henri Lévy äußerte Zweifel an der Echtheit der Aufnahmen. Bonnel stellte dann Fotos der Opfer in die sozialen Medien, um zu zeigen, dass sie authentisch sind.

Am Mittwoch war die Kriegsjournalistin in einem Vorort von Donezk, wo sie mit einer 83-jährigen Großmutter sprach. Das Haus ihres Nachbarn wurde von einer ukrainischen Granate gesprengt.

Auf Facebook schreibt Bonnel weiter, dass die Regierung in Kiew seit Jahren jeden Tag die Bevölkerung in der Ostukraine bombardiert. Auch Pensionen und Gehälter für Beamte und Ärzte werden nicht mehr gezahlt. Die Menschen hungern. Die Behörden haben die Millionen ukrainischer Bürger, die in Luhansk und Donezk leben, als „Terroristen“ eingestuft, sagt sie.