Für immer mehr Menschen mit mutmaßlichen COVID-Impfschäden wird eine Behandlung in Japan zum letzten Ausweg, nachdem sie sich vom Gesundheitssystem in ihrer Heimat im Stich gelassen fühlen. Der 22-jährige Jack Howard aus den USA ist ein eindrückliches Beispiel. Nach fünfeinhalb Jahren Krankheit – mit Symptomen, die nach Angaben seiner Familie von keinem Arzt ernst genommen wurden – reiste er nach Japan, um sich einer experimentellen, aber aus ihrer Sicht vielversprechenden Behandlung zu unterziehen. Das Ergebnis: Jack verlor durch die Ausscheidung von Entzündungsflüssigkeit 31 Kilogramm, gewann Energie zurück und kann wieder klarer denken.
Vom gesunden, sportlichen jungen Mann zum behinderten Patienten
Vor seiner COVID-Impfung war Jack ein aktiver und fitter junger Mann ohne gesundheitliche Beschwerden. Kurz nach der Impfung veränderte sich sein Zustand drastisch. Zunächst verlor er so viel Gewicht, dass der Verdacht auf Magersucht aufkam. Später schwoll sein Körper aufgrund von Entzündungen an, er sprach langsam und war dauerhaft erschöpft.
Seine Hände und Füße färbten sich bei geringster körperlicher Belastung blau-violett. Schon ein kurzer Spaziergang über wenige hundert Meter reichte aus, um ihn völlig zu erschöpfen.
Auch seine Blutwerte gaben Rätsel auf. Ein gefährlich hoher Hämoglobinwert trat gleichzeitig mit einer schweren Anämie auf – ein Widerspruch, der die Labormitarbeiter dazu veranlasste, die Tests zu wiederholen, anstatt nach einer zugrunde liegenden Ursache zu suchen.
Die Ärzte überwiesen Jack von einer Stelle zur nächsten. Die möglichen Diagnosen reichten von Lupus über Multiple Sklerose bis hin zu Krebs, doch kein Test führte zu einem eindeutigen Ergebnis.
Besonders belastend war für Jack und seine Familie, dass ihm ohne Grundlage Drogenkonsum und sexuell übertragbare Krankheiten unterstellt wurden.
Neun Antidepressiva, aber keine Antworten
Auf der Suche nach einer Diagnose wurden Jack nicht weniger als neun verschiedene Antidepressiva verschrieben. Seine Mutter Karri, die sich selbst als echte „Mama-Bärin“ bezeichnet, zog nach dem dritten Medikament die Reißleine.
„Wenn drei verschiedene Medikamente nicht wirken, liegt vielleicht etwas Körperliches vor“, dachte sie.
Diese Vermutung bestätigte sich ihrer Ansicht nach. Die Depression sei nicht das eigentliche Hauptproblem gewesen, sondern lediglich eine Begleiterscheinung einer tiefer liegenden physiologischen Erkrankung. Erst nachdem Mutter und Sohn einen Artikel über Long COVID gelesen hatten und auf die Ärztin Mary Talley Bowden stießen, kam Bewegung in die Suche nach einer Behandlung. Sie hatten Bowden über ein Interview auf X entdeckt.
Bowden verwies sie an den Neurowissenschaftler Kevin McCairn, der in Japan ein Behandlungsprotokoll speziell für Patienten mit COVID-Impfschäden entwickelt hat.
Was die Behandlung in Japan umfasst
Die von McCairn angewandte Behandlung kombiniert zwei Verfahren, die nach seiner Darstellung zusammen einen starken Synergieeffekt erzeugen.
Zum einen kommt DFPP zum Einsatz, eine Form der Apherese. Dabei wird das Blut über einen zentralen Zugang im Hals gefiltert. Durch das Abziehen des Blutes aus dem Gehirn sollen Autoantikörper und verklumpte Proteinaggregate entfernt werden.
Nach der Filtration erscheint das Plasma im Vergleich zu dem zuvor trüben und verklumpten Blut kristallklar.
Der zweite Bestandteil der Behandlung sind täglich verabreichte hohe Dosen sogenannter Stammzell-Wachstumsfaktoren, kurz SGF, über eine intravenöse Infusion.
Dabei handelt es sich nicht um Stammzellen selbst, sondern um Wachstumsfaktoren, die von Stammzellen ausgeschüttet werden. Verwendet werden Konzentrationen, die um ein Vielfaches höher liegen als jene, die der Körper selbst produziert.
Der gesamte Behandlungszyklus dauert vier Wochen und ist in vier Runden unterteilt. Nach McCairns Angaben beginnen sich die meisten Patienten erst ungefähr ab der dritten Runde deutlich besser zu fühlen.
65 Patienten behandelt
McCairn hat inzwischen 65 Patienten behandelt. Bei 10 bis 12 von ihnen blieb die erhoffte Wirkung aus. Als mögliche Gründe nennt er schwerwiegende Begleiterkrankungen oder – als auffälligen Nebenbefund – bislang nicht diagnostizierte Liquorleckagen entlang der Halswirbelsäule.
Dieses Phänomen trete bei Menschen mit Impfschäden nach seinen Beobachtungen offenbar hunderte Male häufiger auf, als es in der Allgemeinbevölkerung zu erwarten wäre.
Warum die Behandlung in den USA nicht verfügbar ist
Die Filtrationstechnologie selbst existiert bereits seit rund 40 Jahren und wird in Japan standardmäßig bei neurologischen Erkrankungen eingesetzt.
In den Vereinigten Staaten ist diese Behandlung für die breite Öffentlichkeit dennoch nicht verfügbar. Die FDA hat sie nicht zugelassen, und die Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht. McCairn verweist auf etablierte Interessen im Gesundheitssystem. Pharmaunternehmen hätten keinen Einfluss auf diese Kombinationstherapie, da es sich nicht um ein neues, patentierbares Molekül handele.
Einfach gesagt: Mit dieser Therapie lasse sich kein großes Geld verdienen.
Besonders paradox sei, dass das US-Militär die Filtrationstechnologie durchaus einsetze – allerdings ausschließlich bei Soldaten, die auf dem Schlachtfeld in Gefahr geraten sind.
Für Zivilisten mit Impfschäden stehe diese Möglichkeit nicht zur Verfügung. Ärzte fürchteten Haftungsansprüche, Versicherer verweigerten die Kostenübernahme und die FDA versperre den Zugang.
Karri fasst ihre Erfahrung drastisch zusammen:
„In den Vereinigten Staaten gibt es einfach keine Hilfe. Null.“
Jack läuft wieder, lacht wieder und ruft seine Schwester an
Das Ergebnis der einmonatigen Behandlung in Japan ist nach Darstellung seiner Familie bemerkenswert.
Jack verlor 31 Kilogramm Entzündungsflüssigkeit. Der „Brain Fog“, unter dem er jahrelang gelitten hatte, ist größtenteils verschwunden. Auch seine Hände sehen wieder normal aus. Nach der dritten Behandlungsrunde lief er an einem einzigen Tag mehr als 14.000 Schritte. Dafür erhielt er von McCairn sogar eine freundliche Rüge, da Überlastung einen Rückfall auslösen könne.
Zu Hause ernährt sich Jack inzwischen fast ausschließlich von unverarbeitetem Fleisch, Gemüse und Hülsenfrüchten.
Eine einzige Mahlzeit mit verarbeiteten Zutaten genügte, um ihn erneut für zwei Tage in Müdigkeit und Unwohlsein zurückzuwerfen. Seine Genesung ist weiterhin fragil, aber deutlich spürbar.
Und erstmals seit fünf Jahren ruft Jack seine Schwester und seine Mutter wieder von sich aus an – einfach deshalb, weil ihm das Leben nach Angaben seiner Familie wieder so viel Freude bereitet, dass er den Kontakt zu ihnen sucht.
„Ein weltweiter Skandal, der vertuscht wird“
McCairn und Bowden üben scharfe Kritik daran, wie Regierungen und die Medizinindustrie mit Menschen umgehen, die von Impfschäden berichten.
Patienten würden als Hypochonder oder Drogenkonsumenten abgetan. Behandlungen, die andernorts Wirkung zeigten, würden durch Vorschriften und finanzielle Interessen blockiert.
Bei Soldaten, die zwangsweise geimpft worden seien, habe es innerhalb von fünf Jahren mehr Todesfälle gegeben als während zwanzig Jahren Krieg in Afghanistan und im Irak.
Zur Rechenschaft gezogen werde dafür niemand.
Bowden kündigt an, nicht aufzuhören, bis die COVID-Impfstoffe vom Markt genommen werden.
McCairn arbeitet unterdessen Tag und Nacht daran, seine Forschungsdaten auszuwerten – mit veralteter Ausrüstung, ohne Fördermittel, aber mit 65 Patienten, von denen viele nach Jahren erstmals wieder Hoffnung schöpfen.
