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<strong>Warum verlieren das westliche Establishment und seine Experten wegen der Ukraine ihren Verstand?</strong>

Warum verlieren das westliche Establishment und seine Experten wegen der Ukraine ihren Verstand?

Von Larry Johnson

Die Abkopplung von der Wirklichkeit, wie sie sich in den Veröffentlichungen und Sendungen im Westen zeigt, ist verblüffend. Doch es sollte mich nicht überraschen, dass Menschen, die das Transgendern als normal betrachten und erklären, dass Männer schwanger werden können, mit Leichtigkeit auch den Schwachsinn über eine Ukraine, die den Krieg gewinnt, als Realität akzeptieren. Ich möchte Ihnen diese zwei Artikel ans Herz legen:

Ehemaliger IWF-Chef warnt: Russland steht vor einer „unglaublichen Armut“
Putins Land riskiert, aufgrund der Sanktionen zu einem ‚gigantischen Iran‘ zu werden
https://www.telegraph.co.uk/business/2023/01/20/russia-faces-incredible-poverty-warns-ex-imf-chief/

Was das Jahr 2023 für den Krieg in der Ukraine bedeuten wird
Die Schlacht um die Krim könnte das Schicksal des Konfliktes entscheiden
https://thespectator.com/topic/what-2023-will-bring-for-the-war-in-ukraine/

Gott sei Dank ist der „ehemalige IWF-Chef“ nicht mehr für den IWF zuständig. Ich bin mir nicht sicher, ob der Mann wirklich so blöd ist oder ein Lockvogel, der alles sagt, um das zerbröselnde Mem des Westens über Russland zu unterstützen.

„Das russische Volk ist aufgrund der westlichen Sanktionen als Antwort auf Wladimir Putins Krieg in der Ukraine mit einer ‚unglaublichen Armut‘ konfrontiert, sagt der ehemalige Chef-Ökonom des Internationalen Währungsfonds.“

„Harvard-Professor Kenneth Rogoff sagte, das Land steuert darauf zu, ein neues Kuba, Venezuela oder ein ‚gigantisches Iran‘ zu werden.“

Russlands Wirtschaft mit jener von Kuba, Venezuela und dem Iran zu vergleichen, zeigt, dass Rogoff ein inkompetenter Ökonom ist (Eltern, schickt eure Kinder nicht nach Harvard!). Hier einige Fakten:

das BIP von Kuba – 107,35 Milliarden

das BIP von Venezuela – 482,36 Milliarden

das BIP des Iran – 359,71 Milliarden

das BIP von Russland – 1,78 Billionen

Falls jemand Probleme mit Mathematik hat, ich helfe gern weiter: Russlands BIP ist größer als das von Kuba, Venezuela und Iran zusammen (949,42 Milliarden). Aber das BIP sagt nichts über die zugrundeliegende Stärke einer Wirtschaft. Der Iran und Venezuela haben eines mit Russland gemeinsam – alle drei sind große Ölproduzenten, aber Russland übertrifft sie. Im Jahr 2022 nahm Russlands Ölproduktion trotz der drückenden internationalen Sanktionen um 2% zu. Das liegt daran, dass Russland beim Verkauf von Erdöl nicht auf die Vereinigten Staaten und Europa angewiesen ist. Länder außerhalb der westlichen Einflußsphäre – insbesondere China und Indien – haben ihre Einfuhren von russischem Öl erhöht.

Aber Russland besitzt etwas, das die anderen drei Schmuddelkinder nicht haben – neben dem Erdöl riesige Bodenschätze, die das Land unabhängig machen. Bezüglich Bodenschätzen ist Russland das reichste Land der Erde:

Das Land ist führend bei der Produktion von Kohle, Diamanten, Aluminium, Asbest, Edelsteinen, Diamanten, Kalk, Blei, Gips, Eisenerz, Bauxit, Gallium, Bor, Glimmer, Erdgas, Pottasche, Platin, Erdöl, Seltene Erden, Roheisen, Torf, Stickstoff, Cadmium, Arsen, Magnesium, Molybdän, Phosphat, Schwefel, Titanschwamm, Silizium, Uran, Tellur, Vanadium, Wolfram, Kobalt, Graphit, Silber, Vermiculit, Selen, Rhenium, Kupfer und Gold.

Diese Ressourcen garantieren, dass Russland nicht das Schicksal Kubas, Venezuelas oder des Irans erleiden wird. Russland ist nicht auf den Handel mit den Vereinigten Staaten und Europa angewiesen. Vielmehr scheint es, dass die Vereinigten Staaten und Europa das, was Russland produziert, brauchen, um ihre Volkswirtschaften am Laufen zu halten.

Hier einige Videobeweise dafür, dass das heutige Russland Lichtjahre von der alten Sowjetunion entfernt ist:

Was dieser ökonomische Versager Rogoff nicht kapiert: Die Entscheidung des Westens, Russland mit Sanktionen zerstören zu wollen, beschleunigt den Zusammenbruch des US-dominierten Finanzzeitalters nach dem Zweiten Weltkrieg. Ein Indikator dafür ist, dass Saudi Arabiens überlegt, Zahlungen in anderen Währungen zu akzeptieren.

„Saudi-Arabien ist offen für die Abwicklung des Handels in anderen Währungen als dem US-Dollar Saudi-Arabien ist offen für Gespräche über den Handel in anderen Währungen als dem US-Dollar, so der Finanzminister des Königreichs, Mohammed Al-Jadaan, berichtet Bloomberg.“
https://moderndiplomacy.eu/2023/01/20/saudi-arabia-opens-to-settling-trade-in-other-currencies-than-the-us-dollar/

Dies ist der Beginn einer neuen Weltwirtschaftsordnung. Vielleicht ist es das, was Rogoff quält.

Als Nächstes kommt Charles Lipson, „emeritierter Peter B. Ritzma-Professor für Politikwissenschaft an der Universität von Chicago, wo er das Programm für internationale Politik, Wirtschaft und Sicherheit gründete und für den Spectator schreibt.“ Ziemlich beeindruckend. Nur ein weiterer Beweis, der Andrei Martyanovs vernichtende Anprangerung der „Politikwissenschaft“ als betrügerisches akademisches Fachgebiet unterstützt. Lipson hat gerade das Folgende geschrieben:

„Was geschieht auf dem Schlachtfeld selbst? Der Kampf hat sich in den letzten zwei Monaten aufgrund des frühen Winterwetters verlangsamt. Jetzt, da der Boden fest gefroren ist, setzen sich die ukrainischen Panzer und Artilleriegeschütze wieder in Bewegung. Der weiche Boden hat Russland nicht beeinträchtigt, das sich auf Angriffe durch entbehrliche Soldaten und Luftangriffe durch Drohnen aus iranischer Produktion stützt. Was sie verlangsamt hat, ist der schwindende Nachschub an Präzisionswaffen und Wehrpflichtigen. An den Waffen kann Putin nicht viel ändern, aber er kann etwas für die Manpower tun. Er hat insgeheim eine weitere Mobilisierungsrunde eingeleitet, trotz der politischen Gefahren. Es ist eine Sache, Männer aus entlegenen Gebieten zusammenzutreiben. Eine ganz andere ist es, sie von den Straßen Moskaus und St. Petersburgs, dem politischen Herzen des Landes, zu holen. Putin würde das nur tun, wenn er glaubt, dass es noch gefährlicher wäre, den Krieg zu verlieren. Genau das droht ihm, wenn die Ukraine in diesem Frühjahr und Sommer weiter zulegt und vor allem, wenn sie droht, die Krim zurückzuerobern.“

„Zurzeit setzt Russland seine erfolglosen – und äußerst kostspieligen – Bemühungen fort, die Städte Bakhmut und das nahe gelegene Soledar einzunehmen, um die Kontrolle über den Donbass zu festigen. Unterdessen rückt die Ukraine langsam auf zwei Städte weiter nördlich vor: Kreminna und Svatovo. Diese Städte und die sie verbindende Autobahn sind die nächsten Schritte in Richtung Osten, nachdem die Ukraine im Oktober Lyman erobert hatte.“

Ignorieren Sie die Tatsache, dass Russland in den letzten zwei Monaten seine Raketenangriffe auf wichtige Infrastrukturen intensiviert hat. Wenn die ukrainischen Panzer vorankommen und die Russen verlieren, wie Lipson behauptet, warum braucht die Ukraine dann dringend Hunderte von Panzern aus dem Westen? Wenn die Ukraine gewinnt und Russland auf dem Schlachtfeld besiegt wird, warum bereitet der Westen dann nicht seine Siegesfeier vor? Das Zusammenschustern eines gescheiterten NATO-Gipfels in Ramstein in der vergangenen Woche ist kein Zeichen dafür, dass der Westen von den militärischen Aussichten der Ukraine überzeugt ist.

Der arme Professor Lipson ist offenbar nicht auf dem Laufenden und erkennt nicht, dass Russland nicht nur Soledar (und dabei einige amerikanische Soldaten) erobert hat, sondern auch Bakhmut taktisch eingekesselt hat und in Saporoschje rasch vorrückt.

Lipson wiederholt die Propaganda aus Kiew, dass die ukrainischen Angriffe auf Kreminna und Svatovo strategisch wichtig seien. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Russland hat jetzt die Feuerkontrolle über die einzigen Verbindungslinien übernommen, die die ukrainischen Streitkräfte in Bakhmut versorgen. Wie üblich gibt Russland seine Pläne nicht preis, aber die derzeitigen Truppenbewegungen, Artillerie- und Luftangriffe deuten stark darauf hin, dass Russland die ukrainischen Streitkräfte östlich des Dnjepr-Flusses von der Versorgung abschneiden wird. Das erinnert an die Operation Uranus (d.h. den sowjetischen Kessel, der die 6. Armee der Nazis in Stalingrad einkesselte und vernichtete).

Abschließend möchte ich eine Frage stellen: Werden die westlichen Cheerleader der Ukraine jemals zugeben, dass die Ukraine verliert?