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Westliche Medien beschuldigen Syrien schnell der „Bombardierung von Krankenhäusern“ – wenn aber Terroristen wirklich syrische Krankenhäuser zerstören, schweigen sie

Westliche Medien beschuldigen Syrien schnell der „Bombardierung von Krankenhäusern“ – wenn aber Terroristen wirklich syrische Krankenhäuser zerstören, schweigen sie

Während die herkömmlichen Medien wieder den unbegründeten „Syrien bombardiert Krankenhäuser“-Refrain ihres Kriegspropaganda-Liederbuchs blöken, lassen Sie uns innehalten, um die relativ unbekannte (aber nachweisbare) Realität der Bombardierung von Krankenhäusern durch Terroristen in Syrien zu überprüfen.

Nachdem kürzlich behauptet wurde, dass ein Krankenhaus in Al Atarib, westlich von Aleppo, bombardiert wurde, wiederholte das US-Außenministerium diese Behauptung, obwohl es dafür keine eindeutigen Beweise gibt.

Stattdessen stützen sich die Berichte auf höchst fragwürdige Quellen wie die Weißhelme, die von USAID finanzierte Syrian American Medical Society und die üblichen ungenannten „Zeugen“ und (eindeutig unparteiische!) „Rebellenquellen“, wie ein Bericht von Reuters über die jüngsten Behauptungen zeigt.

Tatsächlich räumt Reuters sogar ein, die Authentizität von Videos nicht überprüfen zu können, die angeblich „eine beschädigte Krankenstation und Retter des Zivilschutzes zeigen, die blutverschmierte Patienten nach draußen tragen.“

Erinnern wir uns daran, dass Idlib von Al-Qaida in Syrien besetzt ist – eine Tatsache, die (wie ich schrieb) vom eigenen ehemaligen Sondergesandten der USA, Brett McGurk, betont wurde, der die nordwestliche syrische Provinz als den „größten Al-Qaida-Safe-Hafen seit 9/11“ bezeichnete.

Die Anwesenheit von Al-Qaida und mit ihr verbundenen Terrorgruppen macht es für unabhängige, neutrale Stellen unmöglich zu beurteilen, was vor sich geht.

Fakten sind wichtig, sagen sie. Aber eigentlich nicht so sehr, wenn es um Kriegspropaganda geht.

In Sarmada, in der Provinz Idlib, war eines der Ziele ein Treibstoffmarkt der Tahrir al-Sham (Al-Qaida in Syrien), die geschmuggelten Treibstofftankwagen wurden vernichtet.

Ein Video der Weißhelme, das angeblich in Al-Atarib gefilmt wurde, behauptet, dort sei ein Krankenhaus bombardiert worden. Es zeigt in der Tat etwas, das wie eine medizinische Einrichtung aussieht, die mit Staub bedeckt ist, und eine Menge massiger Männer im Kampfalter. Frauen oder normal aussehende Zivilisten sind eklatant abwesend.

Angesichts der Vorliebe der Weißhelme, nur in Gebieten zu arbeiten, die von terroristischen Gruppierungen kontrolliert werden, mit ihnen zusammenzuarbeiten und sogar zu ihnen zu gehören, sich im Organhandel zu versuchen und in der Vergangenheit viele Male gelogen zu haben, beweist das Video nichts.

Andererseits gibt es einen Präzedenzfall dafür, dass „Krankenhäuser“ oder medizinische Zentren von Terroristen als Waffe eingesetzt wurden. Und das nicht nur einmal oder zweimal, sondern wiederholt in von Terroristen besetzten Gebieten in ganz Syrien.

Ich habe sie in Aleppo und Ost-Ghouta gesehen.

Das Augen- und Kinderkrankenhaus, ein großer Komplex in Ost-Aleppo, wurde militarisiert und von Terroristen besetzt, darunter befanden sich die Tawhid-Brigade, Al-Qaida und sogar IS (Islamischer Staat, früher ISIS). Die Gefangenen wurden in alptraumhaften Gefängnissen und Einzelhaftzellen tief unter der Erde festgehalten und gefoltert.

Wie die Journalistin Vanessa Beeley bemerkte, wurden in Ost-Ghouta in medizinischen Zentren „fast ausschließlich extremistische bewaffnete Gruppen behandelt.“ Sie wurden auch unterirdisch gebaut, „verbunden durch ein riesiges Labyrinth von Tunneln, die sich unter den meisten der von den bewaffneten Gruppen kontrollierten Bezirken schlängelten und den Kämpfern während der militärischen Kampagnen der SAA [Syrische Arabische Armee] Deckung boten.“ (Eine Nebenbemerkung: Sehen Sie einen dieser massiven Tunnel in Douma, am Standort des unterirdischen „Krankenhauses“).

In Idlib war ein „Krankenhaus“, von dem die New York Times behauptete, russische Kampfflugzeuge hätten es im Mai 2019 bombardiert, eine Höhle, die als Hauptquartier der Terroristen genutzt wurde. Eine andere befestigte Höhle in Khan Sheikhoun war gut bestückt mit Waffen, medizinischem Material und Gasmasken sowie einem Gefängnis mit Einzelhaftzellen.

In Gebieten, die von Terroristen befreit wurden, findet die syrische Armee routinemäßig solche Höhlen, mit Tunneln, die die Stützpunkte der Terroristen miteinander verbinden, damit sie sich nicht über der Erde bewegen brauchen.

In der Vergangenheit hat Russland Satellitenbilder zur Verfügung gestellt, wenn die Frage nach einem Gebäude aufkam, das angeblich bombardiert wurde. Bis wir schlüssige Beweise haben, ist es eine Frage von „er sagte, sie sagte“, obwohl der gesunde Menschenverstand (und die Geschichte solcher Lügen) auf weitere Medienfälschungen hinweist

Krankenhäuser bombardiert, Medien gähnen

Da die Medien und Experten sich offensichtlich so sehr darum sorgen, dass syrische Krankenhäuser bombardiert und sogar zerstört werden, lohnt es sich, einige der großen Krankenhäuser zu betrachten, die von terroristischen Gruppen beschädigt oder zerstört wurden.

Es ist jedoch nicht überraschend, dass nicht viele Informationen verfügbar sind. Das Folgende ist eine Teilliste, in die ich Details von angegriffenen Krankenhäusern, die ich besucht habe, eingefügt habe.

  • Die Bombardierung und vollständige Zerstörung des Al-Watani Krankenhauses in Qusayr in der Provinz Homs durch die Freie Syrische Armee (FSA) im September 2012.
  • Die Bombardierung und vollständige Zerstörung von zwei Krankenhäusern in Aleppo durch die FSA im September 2012.
  • Die Bombardierung und vollständige Zerstörung des Al-Kindi Krankenhauses in Aleppo, eines der größten und besten Krebskrankenhäuser im Nahen Osten, durch die FSA und Al-Qaida im Dezember 2013.
  • Die FSA-Bombardierung und Belagerung des Nationalen Krankenhauses in Jisr al-Shughour, Idlib, im April 2015.
  • Die grausamen Mehrfach-Selbstmordattentate des IS im Mai 2016 in Jableh (und am selben Tag auch in Tartus), darunter auch im Nationalkrankenhaus von Jableh.
  • Der Angriff im Mai 2016 vor dem Dabeet-Entbindungskrankenhaus in Aleppo, bei dem eine Rakete ein draußen geparktes Auto traf, das dann explodierte und drei Frauen im Krankenhaus tötete und viele weitere verletzte.

Ich war im Juli 2016 in Aleppo und sprach mit dem Direktor, der bestätigte, dass sein Krankenhaus bei der Explosion entkernt wurde, und bemerkte, dass eine Woche später Mörsergranaten von Terroristen das Dach des Krankenhauses trafen, das Dach zerstörten und Bauarbeiter verletzten.

Im Mai 2018, bevor Daraa vollständig befreit war, fuhr ich in Gebiete, die unter Beschuss von Terroristen standen (auch an dem Tag, an dem ich dort war), und nahm eine gefährliche Fahrt mit hoher Geschwindigkeit in dem Taxi, das ich in Damaskus gemietet hatte, zum staatlichen Krankenhaus auf einer Straße, die aus weniger als 100 Metern Entfernung dem Beschuss von Terroristen ausgesetzt war.

Das Krankenhaus war von den Mörsern der Terroristen ramponiert und teilweise zerstört und größtenteils leer von Patienten. Der Direktor zeigte mir zerstörte Stationen (Dialyse und Labor) und Bereiche, die wegen der hohen Gefahr von Heckenschützen nicht betreten werden dürfen (Gynäkologie, Operationen, Blutbank, Krankenpflegeschule, Kinderkrankenhaus).

Als ich im September, nach der Befreiung der Region, nach Daraa zurückkehrte, war das Krankenhaus voller Patienten, da der Zugang endlich gefahrlos möglich war.

Hinter dem Krankenhaus, etwa 50 Meter entfernt, sah ich ein Gebäude, von dem ich erfuhr, dass es von Terroristen besetzt worden war. Daher das extreme Risiko, innerhalb des Krankenhauses unter Beschuss zu geraten.

Ich habe nie gesehen, dass irgendeine westliche Quelle von diesem Krankenhaus gesprochen hat, obwohl es Zivilisten versorgte und ganz offensichtlich teilweise zerstört war.

Im November 2016 traf ich Dr. Ibrahim Hadid, den ehemaligen Direktor des Kindi-Hospitals, der sagte, dass er sich wünschte, dass medizinische Kollegen und Institutionen etwas von der Besorgnis zeigen, die sie für „Krankenhäuser“ haben, die angeblich in terroristischen Gebieten bombardiert wurden.

Sie, und die westlichen Konzernmedien, haben natürlich das Gegenteil getan

Eine weiteres Lied über Chemie und Tanzroutine?

Inzwischen warnt Russland vor einer möglichen neuen inszenierten chemischen Provokation durch Tahrir al-Scham in Idlib.

Das russische Zentrum für Versöhnung sagt,, „Militante planen, einen gefälschten chemischen Angriff in der Nähe der Siedlung Qitian zu inszenieren,“ und wieder die syrische Regierung zu beschuldigen, Chemikalien gegen die Menschen einzusetzen.

Wie jeder, der den Krieg in Syrien verfolgt, weiß, obwohl der Westen verzweifelt beweisen will, dass Syrien einen oder mehrere chemische Angriffe begangen hat, sind sie damit gescheitert bis zu dem Punkt, an dem sogar OPCW-Experten sich geäußert haben, die den Behauptungen widersprechen.

Wie ich letzte Woche schrieb, fahren die westlichen (und Golf-) Medien, Pandits und Politiker trotz ihrer unaufhörlichen Lügen über Syrien seit zehn Jahren mit immer mehr Lügen fort – mit recycelten Anschuldigungen und Kriegspropaganda.

Es ist also wahrscheinlich, dass das „Krankenhäuser bombardiert“-Thema wieder aufflammen wird, und dann das „chemische Angriffe“-Thema. Und dann werden wir vielleicht einen neuen Bana al-Abed haben, der Biden auffordert, Syrien zu bombardieren oder in Idlib von einem Holocaust zu reden.

Weiter und weiter geht es, unaufhörliche Kriegspropaganda.

Die Ironie ist natürlich, da ich das Bedürfnis habe, wenn ich schreibe fast jedes Mal klar zu machen, daß diese Skript-Leser behaupten, dass Syrien (und Russland) Krankenhäuser bombardieren, oder Chemikalien einsetzen oder was auch immer für Lügen recyceln, nicht wirklich über das Leben der Syrer kümmern.

Wenn sie es täten, würden sie aufhören, den Terrorismus in Syrien zu beschönigen, das Land und seine Verbündeten bei der Befreiung von Idlib und der Umgebung von Aleppo unterstützen, aufhören, sein Öl zu plündern, Syrien verlassen und die Sanktionen aufheben.

* Eva Bartlett ist eine kanadische unabhängige Journalistin und Aktivistin. Sie hat Jahre vor Ort verbracht, um über Konfliktgebiete im Nahen Osten zu berichten, insbesondere in Syrien und Palästina (wo sie fast vier Jahre lang lebte). Folgen Sie ihr auf Twitter @EvaKBartlett