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Wie Trump und Netanjahu Lateinamerika kontrollieren wollen

Wie Trump und Netanjahu Lateinamerika kontrollieren wollen

Clémence Guetté

Diese Affäre, das HondurasGate, ist ein internationaler Skandal ohne Beispiel. Sie haben nichts davon gehört. Hier ist die Wahrheit.

Im Zentrum dieser Geschichte steht Juan Orlando Hernández, einer der größten Drogenschmuggler der Geschichte.

Acht Jahre lang war er Präsident von Honduras. Korrupt und geschäftemacherisch verwandelte er das Land in einen Narco-Staat, überflutete es mit Kokain und erhielt direkt Geld von „El Chapo“.

Doch 2021 wurde er bei den Präsidentschaftswahlen von der Linken abgewählt. Drei Jahre später wurde er wegen internationalen Drogenhandels angeklagt, an die Vereinigten Staaten ausgeliefert und zu 45 Jahren Gefängnis verurteilt.

Erst 2025 beginnt dieser Skandal wirklich.

Authentifizierte Aufnahmen beweisen jede der von Journalisten veröffentlichten Informationen. Alles ist überprüfbar, die Audiodateien sind online. Und es ist erschütternd.

Im vergangenen Jahr beschlossen die Vereinigten Staaten einen Plan: Hernández aus dem Gefängnis zu holen, ihn nach Honduras zurückzubringen, ihn zu unterstützen und alles zu korrumpieren, was korrumpiert werden muss, um ihn wieder auf den Präsidentensitz zu setzen.

Im Gegenzug winkt dem nordamerikanischen Imperium der Jackpot: Hernández soll große Teile des Territoriums an private multinationale Konzerne abtreten, einen neuen US-Militärstützpunkt errichten und die Wirtschaft den amerikanischen und israelischen KI-Giganten überlassen.

Es geht nicht nur um die persönliche Rückkehr an die Macht, sondern um die Umwandlung des honduranischen Territoriums in eine geopolitische Enklave im Dienste amerikanischer Interessen gegenüber China und anderen Mächten in Lateinamerika.

Hier kommt Netanjahu ins Spiel.

2025 übernimmt Israel die Initiative. Netanjahu überzeugt Trump, Hernández im Austausch gegen mehrere Millionen Dollar eine präsidentielle Begnadigung zu gewähren. Israel finanziert seine Rückkehr nach Honduras und seine kommende Präsidentschaftskampagne zur Rückeroberung der Macht.

Ein weiteres strategisches Interesse Israels: wieder Fuß in Lateinamerika zu fassen, wo die Unterstützung der Bevölkerung für das palästinensische Volk gegen den Völkermord nahezu hegemonial ist. Ein Kontinent, der von Netanjahus Kriegspropaganda weitgehend verschont geblieben ist.

Damit dieser Plan gelingt, wird die Opposition systematisch zerschlagen. Die Aufnahmen enthüllen illegale Anweisungen zur Absetzung von Richtern und Staatsanwälten. Hernández befiehlt aus seinem goldenen Exil heraus, „jede Art von Gewalt“ einzusetzen, um den Widerstand niederzuschlagen.

Diese Geschichte ist kein Einzelfall. Sie ist die Spitze des Eisbergs.

Unterstützung für die Völker der Welt, die unter den Einmischungen der Achse Washington–Tel Aviv leiden. Widerstand.