Von Sonja van den Ende
Ölraffinerien sind zum neuen Schlachtfeld geworden: Enthüllt dies einen globalen Plan zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen?
Seit Beginn des Jahres 2026 beobachten wir ein Muster – nicht nur in Russland und der Ukraine, sondern auch im Iran, in den Golfstaaten, in Saudi-Arabien, Venezuela und in allen Ländern, die über Ölreserven verfügen oder Öl fördern.
Russland und Ukraine: Seit Beginn des Konflikts führt die Ukraine groß angelegte Drohnenangriffe auf russische Ölanlagen durch. Allein 2025 und 2026 gab es Dutzende Treffer, zuletzt unter anderem im Raum Moskau und St. Petersburg. Russland griff seinerseits zahlreiche Kraftwerke in der Ukraine an – als Vergeltung für die verursachten Schäden sowie, worüber in der westlichen Presse natürlich nicht berichtet wird, militärische Einrichtungen der Ukraine und unmittelbar beteiligte NATO-Einrichtungen. Dies verursacht weltweit eine sichtbare Treibstoffkrise und erheblichen wirtschaftlichen Druck.
Der Nahe Osten – oder vielmehr Westasien (Straße von Hormus): Im März 2026 führten die Konflikte im und um den Iran – mit anderen Worten der Krieg der USA gegen den Iran – zu schweren Störungen der wichtigsten Ölader der Welt. Darüber hinaus wurden große Anlagen wie die Raffinerie von Saudi Aramco Ziel iranischer Drohnenangriffe, wodurch die weltweiten Exporte vorübergehend zum Erliegen kamen.
Es gibt mehrere Gründe dafür, warum wir diese Angriffe auf Ölraffinerien beobachten. Erstens wollen verschiedene Regierungen und NGO-Gruppen, insbesondere in Westeuropa, den USA und Kanada, die weltweite physische Ölversorgung „zerstören“. Dahinter stehen mächtige globale Bewegungen, Regierungen, von Regierungen bezahlte Wissenschaftler und Aktivisten, die sich dafür einsetzen, die weltweite Abhängigkeit vom Erdöl zu verringern – ein Prozess, der als Ausstieg aus fossilen Brennstoffen bekannt ist. Sie argumentieren, dass Erdöl zum Klimawandel beitrage.
Gleichzeitig führen geopolitische Konflikte zur physischen Zerstörung der Ölinfrastruktur. Die USA unter Donald Trump und seinem „deaktivierten“ MAGA-Konzept seien zu einer Kriegsregierung geworden, die Präsidenten in Venezuela (einem ölreichen Land) entführt, Kuba bedroht, Europa bedroht, einen Krieg gegen den Iran begonnen hat und durch Waffenlieferungen an Israel am Völkermord in Gaza sowie am blutigen Krieg im Libanon mitschuldig ist. Ebenso – und das müsse immer wieder betont werden – seien die USA am Krieg gegen Russland beteiligt, denn genauso wie im Fall Israels verkaufen sie in diesem Fall Waffen an Europa, die für die Ukraine bestimmt sind. Russische Bürger sterben nahezu täglich durch Raketen und insbesondere durch Drohnen.
Europa konzentriert sich auf Russland und führt über die Ukraine Krieg gegen Russland. In letzter Zeit liege der Schwerpunkt auf Angriffen auf Ölraffinerien sowie auf Terrorakten gegen Zivilisten, etwa in Starobelsk und zuletzt beim Busangriff, bei dem Kinder verletzt wurden. Der Bus war von Belarus in die russische Region Brjansk zu einem freundschaftlichen Jugendfußballturnier unterwegs. Selbst auf höchster Ebene, bei den Vereinten Nationen, leugne Europa den Angriff auf die Kinder und behaupte, er habe nie stattgefunden – alles Propaganda der „bösen“ Russen, weil die Ukraine erkläre, sie habe nichts damit zu tun. Die Situation europäischer Politiker sei inzwischen so schlimm, dass von Diplomatie, Mitgefühl oder auch nur einer Untersuchung keine Rede mehr sein könne. Europa habe sich in Bezug auf Demokratie und Menschlichkeit zurückentwickelt.
Europa, insbesondere Westeuropa, sei – zusammen mit vielen anderen westlichen Staaten – mitschuldig an der Eskalation der aktuellen Kriege gegen den Iran, Gaza, den Libanon und natürlich Russland – Kriege, die von den USA und Israel begonnen worden seien. Europa beziehungsweise seine Politiker und Medien schwiegen, wenn russische Zivilisten getötet würden, und unterstützten die Ukraine bedingungslos, obwohl sie genau wüssten, dass die Ukraine das korrupteste Land Europas sei, in dem Männer von der Straße geholt und zwangsweise an die Front geschickt würden. Oder wie jüngst geschehen, als ein korrupter ukrainischer Oligarch in Monaco Ziel eines Attentats durch Selenskyjs kriminelle Bande geworden sei. Europa kümmere sich weder um diese Korruptionsskandale noch um die zahlreichen rechtsradikalen Kräfte in der ukrainischen Regierung, wie das Asow-Regiment oder andere Neonazi-Gruppen, die jedes Jahr Märsche in verschiedenen ukrainischen Städten veranstalten – etwas, worüber Hitler sich zweifellos gefreut hätte. Doch das sei angeblich Demokratie – tatsächlich aber erlebten wir Faschismus.
Nach Berichten aus westeuropäischen Ländern greift die Ukraine Ölraffinerien an, sodass Russen inzwischen Schlange stehen müssten, um Benzin zu bekommen. Natürlich sei Europa mitschuldig – etwas, das man niemals zugeben werde. Warum? Weil viele der Drohnen, die die Ukraine einsetzt, in Europa produziert werden, beispielsweise in den Niederlanden. Die „ukrainische“ Drohnenfabrik Destinus im niederländischen Hengelo sei ein innovatives Verteidigungs- und Luftfahrtunternehmen mit einer großen Produktionsstätte. Dort würden moderne Langstreckendrohnen und Strahltriebwerke hergestellt, die von der Ukraine eingesetzt würden und selbstverständlich Kinder und Zivilisten in Russland töteten.
Für Europa – beziehungsweise für die radikalisierten Politiker, die die Ukraine, wie bereits erwähnt, „durch dick und dünn“ unterstützen – seien Angriffe auf Ölraffinerien etwas Positives. Die Heuchelei bestehe jedoch darin, dass Europa laut zahlreichen Berichten im Jahr 2026 so viel russisches Flüssigerdgas (LNG) importiere wie nie zuvor – trotz seiner Propaganda gegen Russland. „Die Europäische Union importierte in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 eine Rekordmenge an russischem Flüssigerdgas (LNG).“ LNG sei zur Achillesferse der europäischen Energiesicherheit geworden. Frankreich, Belgien und Spanien kauften die größten Mengen russischen LNG, wie Zahlen des Instituts für Energieökonomie und Finanzanalyse (IEEFA) zeigen. Auch im Hafen von Rotterdam liefen Schiffe mit russischem LNG ein, ein Teil davon werde in andere Länder weiterexportiert.
Auch russisches Öl fließe weiterhin nach Europa – ebenso wie LNG –, unter anderem über den Hafen von Antwerpen in Belgien. Die EU versuche dies zu verhindern, indem sie Schiffe – meist unter fremder Flagge – mit russischem Öl aufbringe und im schlimmsten Fall die Besatzungen festhalte, die in der Regel gar keine Russen, sondern Seeleute anderer Nationalitäten seien. Auch Sanktionspakete wie das jüngste 21. Paket richteten sich gegen die sogenannte russische Schattenflotte.
Europäische Politiker bevorzugten jedoch das „teure“ LNG aus Amerika, obwohl Amerika Europa weit häufiger mit Krieg drohe als Russland jemals. Man denke etwa an Grönland, Elon Musks Einmischung in Deutschland und die Drohungen gegen Bundeskanzler Merz oder an den Krieg gegen den Iran, der die Ölpreise in Europa bedrohe. Europas politische Führung handle unklug – oder vielmehr dumm. Am Ende müsse die europäische Bevölkerung den Preis für teures Öl und Gas bezahlen, obwohl sie häufig weit weniger verdiene als die Politiker.
Angriffe auf Ölraffinerien und andere Energieanlagen – also auf Einrichtungen, die die Bevölkerung und die Wirtschaft versorgen – seien zur jüngsten Eskalationsstufe des Westens und Amerikas geworden. Sie bedeuteten eine neue Eskalation für die Bürger der Ukraine, Russlands, des Iran, der Golfstaaten und auch Europas. Schritt für Schritt würden die Mächtigen der Welt die Energieversorgung der Bevölkerung abbauen. Manche Verschwörungstheoretiker glaubten, dies sei Teil eines lange vorbereiteten Plans – und man beginne tatsächlich fast, dies ebenfalls zu glauben.
Denkt man an die Agenda 2030 der Vereinten Nationen, dann werde der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen im Rahmen der Agenda für nachhaltige Entwicklung vor allem mit den Zielen „bezahlbare und saubere Energie“ sowie „nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion“ begründet. Zwar schreibe kein verbindlicher globaler Vertrag die vollständige Abschaffung fossiler Brennstoffe vor, doch verlange der Rahmen ausdrücklich einen systematischen Übergang weg von Kohle, Öl und Gas, um die Klimaziele mit Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Mit anderen Worten: die Abschaffung von Öl, Gas und Kohle – und genau diesen Prozess würden wir derzeit erleben. Die Mächtigen der Welt hätten Kriege schon immer genutzt, um ihre Ziele durchzusetzen und ihre Bürger von der Realität abzulenken.
Man denke an den Ersten Weltkrieg, in dem die Großmächte ihre Kanonen und neuen Waffen sowie chemische und biologische Waffen erprobten. Die damalige Industrielle Revolution machte den Ersten Weltkrieg zum ersten hochmechanisierten globalen Konflikt und veränderte die Welt – mit dem Ergebnis des Zweiten Weltkriegs. Glaubt man den Wissenschaftlern, befinden wir uns heute in der vierten industriellen Revolution. Kanonen seien durch Drohnen ersetzt worden, körperliche Arbeit durch Internetjobs – oder gar keine Arbeit mehr. Ein großer Teil der Weltbevölkerung müsse deshalb vernichtet werden. Dasselbe Szenario wie 1914, nur in modernisierter Form: Krieg und ein Virus – damals die Spanische Grippe.
Abschließend zitiert die Autorin den heutigen NATO-Generalsekretär und ehemaligen niederländischen Premierminister Mark Rutte, der während der COVID-19-Krise wörtlich sagte, „die Welt werde nie wieder dieselbe sein“, beziehungsweise die Bürger – gemeint seien wohl die Europäer – sollten sich auf einen Krieg vorbereiten, der noch schlimmer werde als das, was ihre Eltern oder Großeltern im Zweiten Weltkrieg erlebt hätten. Man frage sich, was er eigentlich wisse. Was sei beispielsweise beim Weltwirtschaftsforum (WEF) oder in der Bilderberg-Gruppe besprochen worden, die von dem deutschen Prinzen Bernhard, dem Prinzgemahl der früheren niederländischen Königin Juliana und ehemaligen SS-Offizier, gegründet wurde? Man könne sich kaum vorstellen, dass Mark Rutte sich all dies völlig allein ausgedacht habe.
Es müsse einen Plan für den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen, für einen Krieg gegen Russland und für eine Reduzierung der Weltbevölkerung geben – andernfalls würde Europa von Wahnsinnigen regiert. Andererseits habe Europa bereits viele Wahnsinnige hervorgebracht: Napoleon, Hitler, Mussolini – und Amerika habe heute ebenfalls einen: Donald Trump, der heute Krieg führe, morgen einen Tag des Friedens ausrufe und übermorgen wieder mit Bomben, Drohnen, Granaten oder Handelsboykotten drohe.
