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AstraZeneca: Gefährliche Nebenwirkung viel häufiger als angenommen

COVID-19-Impfung: AstraZeneca stufte akuten Mangel an Blutplättchen bereits Mitte April als „häufige Nebenwirkung“ ein. Einem bis zehn von 100 Geimpften drohen demnach innere Blutungen. Das Paul-Ehrlich-Institut hängt das aber nicht an die große Glocke.

Von Susan Bonath

Die COVID-19-Impfstoffe können Blutgerinnsel begünstigen. Das gilt inzwischen als erwiesen. Speziell der Konzern AstraZeneca sorgte für Schlagzeilen, nachdem jüngere Geimpfte an Hirnvenenthrombosen oder Hirnblutungen verstorben waren. Beides in Kombination habe man nur „sehr selten“ festgestellt. Und COVID-19 sei viel gefährlicher, beschwichtigten die deutsche Impfstoff-Überwachungsbehörde namens Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und die Leitmedien gleichermaßen. Doch mit einem brisanten Detail hält das PEI seit drei Wochen hinterm Berg: Eine sogenannte Thrombozytopenie tritt offenbar sehr viel häufiger auf als bisher bekannt. Ein solcher Mangel an Blutplättchen wird nicht immer bemerkt. Aber er kann im Ernstfall zu schweren inneren Blutungen, auch Hirnblutungen führen und gilt deshalb immer als Notfall.