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Die Lösung des Konflikts ist ein gegenseitiges Sicherheitsabkommen

Paul Craig Roberts

Bundeskanzler Friedrich Merz warnt, dass Russlands Präsident Putin den Krieg nicht beenden wird, sollte die Ukraine fallen. Er entsendet deutsche Soldaten, um Polen bei der Verteidigung seiner Grenzen zu Belarus und Kaliningrad zu unterstützen. (>LINK)

Unterdessen debattiert die Europäische Union über die Beschlagnahme der illegal eingefrorenen russischen Vermögenswerte. Wenn Europa eine russische Invasion fürchtet, warum sollte es diese provozieren, indem es Geld von Russland stiehlt? (>LINK)

Der ungarische Ministerpräsident Orbán erklärt, der Diebstahl russischer Gelder käme einer Kriegserklärung gleich. Dies bedeute, dass ein Konflikt seinen Ursprung in einer europäischen Aggression gegen Russland hätte. (>LINK)

Die Aussagen und die Politik europäischer Regierungen sind unsinnig. Wenn Bundeskanzler Merz eine russische Invasion Europas befürchtet, warum lehnt er dann Putins langjähriges Angebot eines Sicherheitsabkommens ab? Anstatt Europa feindselig zu begegnen, hat Putin wiederholt ein Sicherheitsabkommen gefordert, das die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen normalisiert. Würde ein intelligenter Mensch, der eine Invasion seines Landes fürchtet, diese durch feindselige Aktionen gegen den vermeintlichen Angreifer provozieren oder das Angebot eines Sicherheitsabkommens und der Normalisierung der Beziehungen annehmen?

Der Widerspruch zwischen den von Bundeskanzler Merz geäußerten Befürchtungen und seinem Handeln ist unerklärlich. Gibt es denn in Europa keine Intelligenz?