Eine unglaubliche Geschichte, die ich vor drei Jahren in den Sommerferien erlebte.
Rückblickend ist es mir etwas peinlich, dass ich so viel Aufsehen erregte, an jenem windigen Ferientag am Strand von Jávea in Spanien. Und dass mich ausgerechnet der von mir oft kritisierte Bundesrat aus meiner misslichen Lage befreite, macht es auch nicht gerade besser.
Es waren höhere Wellen als üblich und die Strömung kann ja durchaus tückisch sein. Bei gleichen Bedingungen weht am Atlantik die grüne Fahne, aber hier am Mittelmeer spricht man von einem Orkan, sobald die Wellen höher als 30 Zentimeter werden und ein Schaumkrönchen tragen. Folgerichtig wehte an diesem Tag am Strand die rote Fahne.
Badeverbot. Im Meer. Wie soll das gehen? Ich habe keinen Vertrag mit dem Bademeister abgeschlossen, gehöre mir selbst, und das Rote Kreuz hat zwar einen jungen Mann als Bademeister angestellt, ist aber nicht Eigentümerin des Mittelmeers.
So tollte ich der roten Fahne zum Trotz als Einziger durch die Wellen, die etwas energischer als üblich an den Strand schlugen. Das machte Spass, aber nicht lange. Der Bademeister war recht freundlich, obwohl er von seinem hohen Ausguck heruntersteigen musste. Er erklärte mir, dass die Wellen zu hoch und die Strömung zu stark seien und ich deshalb nicht im Meer baden dürfe. Er war

