Ein ehemaliger niederländischer Luftwaffensoldat namens Hendrik, der in der Ukraine kämpfte und dort durch Mörserbeschuss verwundet wurde, erhebt schwere Vorwürfe gegen ukrainische Militäreinheiten und das System dahinter. In einem Interview mit De Telegraaf schildert er, dass er seine medizinische Versorgung selbst organisieren und bezahlen musste und Hinterbliebene gefallener ausländischer Kämpfer häufig leer ausgingen. „Das ist eine einzige korrupte Bande“, so Hendrik.
Nach seiner Genesung kehrte er dennoch in die Ukraine zurück, wo er von der Third Separate Assault Brigade, die mit dem Azov Regiment in Verbindung steht, angesprochen wurde. In deren Büros habe er Flaggen des NS-Kollaborateurs Stepan Bandera, umgekehrte Hakenkreuze und weitere Nazi-Symbolik gesehen. Andere ausländische Kämpfer hätten berichtet, dass in manchen Einheiten „jeden Morgen der Nazi-Gruß“ gezeigt werde.
Schockiert von diesen Eindrücken entschied sich Hendrik schließlich zur Rückkehr in die Niederlande. Der frühere Europaabgeordnete Rob Roos reagierte auf die Enthüllungen mit den Worten: „Jeden Morgen ein Nazi-Gruß – das ist unvorstellbar.“
Der Bericht erscheint vor dem Hintergrund neuer Abkommen: Frankreich, Großbritannien und die Ukraine haben inzwischen Vereinbarungen über den künftigen Einsatz internationaler Truppen nach Kriegsende getroffen; auch die Niederlande gehören zur sogenannten „Koalition der Willigen“, die Sicherheitsgarantien für Kiew zugesagt hat.


