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Niederländischer Journalist reist mit der russischen Armee durch die Ukraine: „Die Menschen sind froh, dass die Russen da sind“.
Sonja van den Ende in der Ukraine (UK/Sonja van den Ende)

Niederländischer Journalist reist mit der russischen Armee durch die Ukraine: „Die Menschen sind froh, dass die Russen da sind“.

Die freie Journalistin Sonja van den Ende war in den letzten Tagen mit der russischen Armee in der Südukraine unterwegs. Die Reise führte unter anderem nach Melitopol. „Der Konflikt wird im Westen als Vernichtungskrieg dargestellt, was nicht stimmt“, schreibt Van den Ende in einem Artikel auf ihrer Website.

Es handelt sich nicht um einen Vernichtungskrieg, sondern um eine Operation zur – wie Präsident Putin sagte – Beseitigung der Neonazis und ihrer Ideologie“, fügt sie hinzu. Der Journalist sprach mit vielen Einheimischen, die alle dasselbe sagten: Es geht um diese Nazi-Ideologie, mit der sie die Ukraine in einen faschistischen Staat verwandeln wollen und dafür Unterstützung aus westlichen Ländern erhalten.

Sie hat von vielen Menschen gehört, dass das Asow-Bataillon in Marioepol große Schäden angerichtet hat und Menschen als Geiseln in ihren Häusern festhält. Das Theater, das laut Medienberichten durch russische Luftangriffe dem Erdboden gleichgemacht wurde, sei zu Recht ein Theaterstück, so Van den Ende.

„Nach Angaben der NOS kann die Zahl der Toten und Verwundeten nicht verifiziert werden. Denn das ist nicht wahr“, betont sie.

Der Journalist sprach am Donnerstag in der Stadt Melitopol mit einer Frau, die erzählte, wie sie nach dem Putsch 2014 ihre Arbeit verlor und in die Armut stürzte. Als die russische Armee diesen Monat durch die Stadt zog, gab es endlich humanitäre Hilfe in Form von Lebensmitteln und Medikamenten.

Die Russen stellten auch die Energie- und Trinkwasserversorgung wieder her, so die Frau gegenüber Van den Ende. Die Energie wurde unterbrochen. Die Frau sagte, man könne der NATO nicht trauen und verwies auf die Bombardierungen in Syrien, Irak, Afghanistan und Jugoslawien.

Das Asow-Bataillon und andere Neonazi-Gruppen hätten auch in Melitopol Verwüstungen angerichtet, so der Journalist. Sie sind von den Russen vertrieben worden. Am 28. Februar warf die ukrainische Armee eine Bombe auf zivile Gebäude ab. Autos und Häuser wurden zerstört und Menschen verwundet.

In den Medien wird auch behauptet, die Russen hätten das Kernkraftwerk Saporischschja vorsätzlich beschädigt. Nichts ist weniger wahr, unterstreicht Van den Ende. Einwohner von Melitopol sagten ihr, das Kernkraftwerk sei nicht beschädigt worden. Die Russen haben keine Zivilisten verletzt und auch keine zivilen Gebäude beschädigt.

Van den Ende sprach mit vielen Zivilisten in der Stadt Genischeck, die sagten, die Russen hätten keine Schäden verursacht und keine Menschen getötet oder verletzt. „Die Menschen sind froh, dass die Russen da sind“, sagte er.