„Meine größte Sorge ist nicht sein Rücktritt – sondern seine Ermordung“
Der ehemalige Oberst der US-Armee, Douglas Macgregor, hat in einem aufsehenerregenden Interview eine Warnung ausgesprochen, die in Washington für Unruhe sorgen dürfte. Seine größte Sorge sei derzeit nicht ein möglicher Rücktritt von Donald Trump, sondern die Gefahr eines Attentats auf den US-Präsidenten.
Macgregor betonte zwar ausdrücklich, dass er über keinerlei Geheimdienstinformationen verfüge, doch die politische Lage habe sich seiner Ansicht nach derart zugespitzt, dass Trump mächtigen Interessen im Weg stehe.
„Meine größte Angst ist im Moment nicht der Rücktritt. Es ist die Ermordung“, erklärte Macgregor.
Trump habe erkannt, dass der Krieg nicht zu gewinnen ist
Auslöser für Macgregors Einschätzung ist Trumps abrupter Kurswechsel gegenüber dem Iran-Konflikt. Während der Präsident zunächst militärische Aktionen unterstützte, habe er inzwischen erkannt, dass eine weitere Eskalation weder militärisch noch wirtschaftlich tragbar sei.
Macgregor argumentiert, Trump habe verstanden, dass wiederholte Bombardierungen keine Lösung darstellen würden und dass ein Krieg gegen den Iran die amerikanische Wirtschaft sowie die internationalen Finanzmärkte schwer beschädigen könnte.
Nach seiner Darstellung sei Trump inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass nur noch ein Abkommen den Konflikt beenden könne.
Netanyahu übt laut Macgregor massiven Druck aus
Besonders scharf kritisierte Macgregor die Rolle des israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu.
Er behauptete, Netanyahu mobilisiere Politiker, Medien und Lobbygruppen in Washington, um Einfluss auf die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zu nehmen. Sollte Trump sich dauerhaft gegen eine weitere Eskalation stellen, könne er massiven politischen Gegenwind erfahren.
Macgregor zeichnet das Bild eines Präsidenten, der zwischen geopolitischer Realität und dem Druck mächtiger Interessengruppen eingeklemmt sei.
Drohen politische oder juristische Angriffe?
Nach Ansicht des ehemaligen Obersts könnten Gegner Trumps versuchen, ihn durch Untersuchungen, politische Kampagnen oder alte Skandale unter Druck zu setzen.
Er verwies auf mögliche Ermittlungen gegen Personen aus Trumps Umfeld sowie auf die immer wieder diskutierten Epstein-Akten. Solche Themen könnten jederzeit wieder in den Mittelpunkt der öffentlichen Debatte gerückt werden.
Macgregor warnte, dass politische Machtkämpfe in Washington oft unvorhersehbare Dynamiken entwickeln könnten.
„Iran hat den Krieg gewonnen“
Noch bemerkenswerter sind Macgregors geopolitische Schlussfolgerungen.
Er vertritt die Auffassung, dass der Krieg im Nahen Osten eine historische Machtverschiebung sichtbar gemacht habe. Nach seiner Einschätzung seien die eigentlichen Gewinner Iran und die Türkei.
Am Ende des Gesprächs erklärte er unmissverständlich:
„Ja, Iran hat den Krieg gewonnen. Sie kontrollieren die Straße von Hormus. Wir tun es nicht.“
Gleichzeitig argumentierte er, dass die Vereinigten Staaten nicht mehr in der Lage seien, überall auf der Welt militärisch ihren Willen durchzusetzen.
Das Ende der alten Weltordnung?
Macgregor sieht die Ereignisse im Nahen Osten als Teil eines viel größeren globalen Wandels.
Die Zeit einer unangefochtenen westlichen Dominanz gehe zu Ende. Russland, China, Indien, Iran und die Türkei würden zunehmend an Einfluss gewinnen, während NATO und EU seiner Ansicht nach an Bedeutung verlieren.
Der ehemalige Oberst vergleicht die aktuelle Situation mit historischen Wendepunkten großer Imperien. So wie Rom irgendwann seine Grenzen akzeptieren musste, müssten auch die Vereinigten Staaten erkennen, dass militärische Überlegenheit allein keine globale Ordnung mehr garantieren könne.
Für Macgregor steht fest: Der Krieg gegen den Iran habe nicht nur die Grenzen amerikanischer Macht offengelegt, sondern markiere möglicherweise den Beginn einer völlig neuen geopolitischen Ära.


