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Vom Pentagon-finanzierte Denkfabrik simuliert den Krieg mit China im US-TV

Vom Pentagon-finanzierte Denkfabrik simuliert den Krieg mit China im US-TV

In der NBC-Sendung Meet the Press wurde gerade ein absolut verrückter Beitrag ausgestrahlt, in dem die einflussreiche Firma Center for a New American Security (CNAS) Kriegsspiele durchführte, die einen direkten heißen Krieg der USA mit China simulierten.

CNAS wird vom Pentagon und von den Unternehmen des militärisch-industriellen Komplexes Northrop Grumman, Raytheon und Lockheed Martin sowie vom Taipei Economic and Cultural Representative Office finanziert, das, wie Dave DeCamp von Antiwar anmerkt, de facto die taiwanesische Botschaft in den USA ist.

Das Kriegsspiel simuliert einen Konflikt um Taiwan, der nach unseren Informationen im Jahr 2027 stattfindet, in dem China das US-Militär angreift, um den Weg für eine Invasion der Insel zu ebnen. Es wird uns nicht erklärt, warum ein bestimmtes Jahr in das amerikanische Mainstream-Bewusstsein eingefügt werden muss, in dem ein solcher Konflikt zu erwarten ist, aber es wird uns auch nicht erklärt, warum NBC die Simulation eines militärischen Konflikts mit China durch eine Denkfabrik für Kriegsmaschinerie überhaupt zeigt.

Zufälligerweise war das Center for a New American Security die Heimat des Mannes, der von der Biden-Administration mit der Leitung der Pentagon-Taskforce beauftragt wurde, die für die Neubewertung der Haltung der Regierung gegenüber China verantwortlich ist. Dieser Mann, Ely Ratner, hat zu Protokoll gegeben, dass die Trump-Administration gegenüber China nicht ausreichend aggressiv sei. Ratner ist jetzt stellvertretender Verteidigungsminister für indo-pazifische Sicherheitsangelegenheiten in der Regierung Biden.

Es kommt auch vor, dass das Center for a New American Security (CNAS) offen damit geprahlt hat, dass viele seiner anderen „Experten und Alumni“ in der Biden-Administration Führungspositionen übernommen haben.

Es kommt auch vor, dass die Mitbegründerin des CNAS, Michele Flournoy, die in der Sendung Meet the Press bei den Kriegsspielen auftrat und einst als Favoritin für Bidens Posten im Pentagon gehandelt wurde, im Jahr 2020 in einem Meinungsartikel für Foreign Affairs die Ansicht vertrat, dass die USA „die Fähigkeit entwickeln müssen, glaubwürdig damit zu drohen, alle chinesischen Militärschiffe, U-Boote und Handelsschiffe im Südchinesischen Meer innerhalb von 72 Stunden zu versenken“.

CNAS-Geschäftsführer Richard Fontaine war in den Massenmedien überall präsent, um die Narrative des Imperiums über Russland und China zu verbreiten, und erklärte erst neulich gegenüber Bloomberg, dass der Krieg in der Ukraine den langfristigen Interessen des Imperiums gegen China dienen könnte.

„Der Krieg in der Ukraine könnte kurzfristig schlecht für den Pivot sein, langfristig aber gut“, sagte Fontaine. „Wenn Russland aus diesem Konflikt als geschwächte Version seiner selbst hervorgeht und Deutschland seine Zusagen für Verteidigungsausgaben einhält, könnten beide Entwicklungen es den USA ermöglichen, sich langfristig stärker auf den indo-pazifischen Raum zu konzentrieren.“

Es kommt auch vor, dass das CNAS von den Massenmedien routinemäßig als maßgebliche Quelle für alles, was mit China und Russland zu tun hat, zitiert wird, ohne dass der Interessenkonflikt, der sich aus der Finanzierung der Kriegsmaschinerie des CNAS ergibt, jemals erwähnt wird. Allein in den letzten Tagen gab es ein NPR-Interview über die NATO-Erweiterung mit der CNAS-Senior Fellow Andrea Kendall-Taylor, ein Washington Post-Zitat von CNAS-Fellow Jacob Stokes über die chinesische Bedrohung Taiwans, ein Financial Times-Zitat der CNAS-„Indopazifik-Expertin“ Lisa Curtis (die, wie ich bereits erwähnt habe, von den Massenmedien als „Expertin“ gegen den US-Afghanistan-Abzug zitiert wurde) und ein Foreign Policy-Zitat des bereits erwähnten Richard Fontaine, der sagte: „Das Ziel der U. Das Ziel der US-Politik gegenüber China sollte es sein, sicherzustellen, dass Peking entweder nicht willens oder nicht in der Lage ist, die regionale und globale Ordnung umzustürzen.“

Wie wir schon früher erörtert haben, ist es ein journalistisches Fehlverhalten, von Kriegsmaschinerien finanzierte Denkfabriken als Expertenanalysen zu zitieren, ohne auch nur ihren finanziellen Interessenkonflikt offenzulegen. Aber das passiert in den Massenmedien sowieso ständig, denn die Massenmedien sind dazu da, Propaganda zu verbreiten, nicht Journalismus.

Das wird langsam aber sicher verrückt. Die Tatsache, dass sich die Massenmedien jetzt offen mit den Denkfabriken der Kriegsmaschinerie zusammentun, um die Normalisierung eines heißen Krieges mit China in die Köpfe der Öffentlichkeit zu pflanzen, zeigt, dass die Propagandakampagne zur Herstellung von Zustimmung für den letzten Ave-Maria-Griff des zentralisierten US-Imperiums nach unipolarer Vorherrschaft noch weiter eskaliert. Die massenhafte psychologische Manipulation wird immer offenkundiger und immer schamloser.

Das führt zu einer sehr, sehr schlimmen Entwicklung. Hoffentlich wacht die Menschheit rechtzeitig auf, um diese Verrückten daran zu hindern, uns in einen Abgrund zu stürzen, von dem es kein Zurück mehr gibt.