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Eskalation im Nahen Osten: Larry Johnson sieht USA im Iran-Krieg auf dem Rückzug

Der ehemalige CIA-Analyst Larry Johnson zeichnet in einer aktuellen Analyse ein düsteres Bild vom laufenden US-amerikanisch-israelischen Krieg gegen den Iran (Stand März 2026).

Laut Johnson erleidet die US-Seite massive Rückschläge – darunter den Abschuss eines KC-135-Tankflugzeugs durch iranische oder verbündete Kräfte –, während Iran trotz intensiver Bombardements strategisch die Oberhand behält.

Johnson beschreibt die USA als „ertrinkenden Mann“, der einen Krieg begonnen hat, den er nicht gewinnen kann. Er argumentiert, dass Iran die Kontrolle über den Konfliktverlauf übernommen hat und die wirtschaftlichen Folgen (Ölpreise, Inflation, Düngemittelknappheit) den Westen schneller in die Knie zwingen könnten als militärische Mittel.

Der angebliche Abschuss des KC-135: Lüge des Pentagons?

Johnson widmet sich ausführlich dem Absturz eines KC-135-Stratotankers über dem westlichen Irak (März 2026).

Offiziell spricht das US-Militär (CENTCOM) von einem „Crash“, bei dem alle sechs Besatzungsmitglieder ums Leben kamen. Johnson hält diese Darstellung für eine bewusste Vertuschung.

Das Flugzeug sei in stabiler Flughöhe (ca. 20.000–25.000 Fuß) bei gutem Wetter unterwegs gewesen – ein spontaner Absturz durch Mechanikfehler, Ladungsverschiebung oder Sandsturm sei daher unwahrscheinlich. Typische Crash-Szenarien ereigneten sich beim Start oder bei der Landung, nicht mitten im Flug.

Er verweist darauf, dass irakische Widerstandsgruppen (iran-nah) die Verantwortung für einen Abschuss übernommen haben.

Johnson sieht hier ein Muster: Das Pentagon minimiere bewusst die Opferzahlen, um die öffentliche Unterstützung nicht zu gefährden.

Indirekte Belege für hohe Verluste sieht er in Meldungen aus US-Militärkrankenhäusern.

Am 4. März 2026 habe das Landstuhl Regional Medical Center (Deutschland) – zentrale Anlaufstelle für Verwundete aus Krisengebieten – die Geburtsstation geschlossen, um sich auf „primäre Mission“ (Kampfverletzte) zu konzentrieren.

Gleichzeitig habe die nahegelegene Basis Kaiserslautern dringend Blutspender aufgerufen.

Große Medizin-Transportbusse seien am Andrews Air Force Base gesichtet worden, um Patienten nach Walter Reed (Bethesda) zu bringen.

All dies deute auf eine hohe, unterschlagene Opferzahl hin.

Massive US-Verluste: Zerstörte Basen, Schiffe und Tanker

Johnson listet weitere Rückschläge auf:

  • Bloomberg berichtet, dass etwa die Hälfte der iranischen Raketenwerfer intakt und schwer auffindbar sei – versteckt in Bergen und Tunneln.
  • Berichte über Brände auf der USS Gerald R. Ford und Rückzug der USS Abraham Lincoln nach Konfrontation mit einem kleinen iranischen Boot.
  • Zerstörung von mindestens fünf KC-135-Tankern am Boden auf der Prince-Sultan-Basis (Saudi-Arabien) plus dem abgeschossenen über Irak – insgesamt sieben, was die Luftbetankungskapazitäten massiv einschränkt.
  • Mindestens eine US-Basis habe ihre Luftabwehrsysteme komplett aufgebraucht – Truppen seien nun schutzlos gegen Drohnen und Raketen.

Iran habe in den ersten Tagen nach US-Angriffen (u. a. Tötung hochrangiger Führer) systematisch Radaranlagen zerstört, die für Frühwarnung und Koordination verantwortlich waren.

Basen in Bahrain (5. US-Flotte), Katar (Al Udeid), Saudi-Arabien und UAE seien schwer beschädigt.

Bahrain sei praktisch unbrauchbar, Prince Sultan „dezimiert“.

Dadurch sei Israel weitgehend blind für anfliegende Raketen (Warnzeit nur 1–2 Minuten).

Die US-Luftüberlegenheit sei illusorisch, da Iran mit mobilen Systemen wie der 358-Rakete kontert.

Warum eine Bodeninvasion unmöglich ist

Johnson hält die angekündigte Entsendung von 2.500–5.000 Marines für sinnlos und selbstmörderisch.

Solche Truppen müssten per Schiff landen – in Reichweite iranischer Raketen und Drohnen.

Selbst bei erfolgreicher Landung wären sie exponiert, ohne Bunker, mit begrenzter Munition und Nachschubproblemen (Wasser, Essen, Munition).

Iran sei riesig; eine echte Kontrolle erfordere 3–4 Millionen Soldaten – mit katastrophalen Verlusten durch Drohnen, Artillerie und Infanterie.

Er vergleicht mit 2003 (Irak-Invasion):

Damals konnten 160.000 Soldaten in Kuwait/Saudi-Arabien unbelästigt aufmarschieren.

Heute sei Massierung von Truppen (wie in der Ukraine beobachtet) ein Todesurteil durch Drohnen.

Ein altes US-Spezialkräfte-Übungsszenario (vor 16–17 Jahren), das Johnson mitbetreute, habe bereits gezeigt:

Eindringen in Iran zur Zerstörung nuklearer Anlagen sei unrealistisch.

Irans Strategie: Kontrolle über Hormusstraße und wirtschaftlicher Druck

Iran diktiere den Krieg, sagt Johnson.

Durch Teilschließung der Straße von Hormus (ein Drittel des Welt-Öls und Düngers passieren dort) steigen Ölpreise (nahe 100 USD/Barrel), Diesel und Benzin explodieren (in den USA +70 Cent/Gallone in kurzer Zeit).

Globale Düngermangel während der Pflanzsaison im Norden führe in 6–7 Monaten zu Nahrungsknappheit und Stagflation.

Iran fordere Aufhebung aller Sanktionen als Preis für Normalisierung.

Johnson: Iran habe die Welt in dieselbe Lage gebracht, in der es selbst war – Armut und Knappheit.

Verbündete wie Russland und China profitierten.

Die Golfstaaten (Saudi-Arabien, UAE, Qatar) fühlten sich von den USA verraten und wandten sich zunehmend Russland und China zu.

Neuer Führer und nukleare Option

Johnson hebt den neuen iranischen Präsidenten Mostafa Khamenei (Sohn von Ali Khamenei) hervor.

Ein „Krieger-Prophet“, der im Iran-Irak-Krieg (ab 17 Jahren) gekämpft habe – im Gegensatz zu westlichen „Glückssöhnen“.

Er sei entschlossen und respektiere den Tod.

Johnson rät Iran (in Game-Theory-Analyse):

Sofort heimlich Atomwaffen bauen und dann offenbaren – wie Nordkorea.

Das schaffe Abschreckung und verhindere nukleare Angriffe Israels oder der USA.

Fazit: Der Krieg endet durch US-Erschöpfung

Der Konflikt ende nicht durch US-Bombardements (30.000 Ziele), sondern durch wirtschaftliche Panik und Erschöpfung.

Iran halte die USA „bei den Eiern“ (Johnson-Zitat).

Trump lüge über Irans Kapitulation.

Die USA hätten die Kontrolle über die Erzählung verloren – und riskierten einen geopolitischen Kollaps im Nahen Osten.

Johnsons Analyse (veröffentlicht u. a. auf sonar21.com) ist provokativ und kontrastiert scharf mit offiziellen US-Darstellungen.

Sie spiegelt eine skeptische, anti-interventionistische Sicht wider, die in alternativen Medien Resonanz findet.

Der Krieg dauert an (dritte Woche, März 2026), mit anhaltenden iranischen Angriffen und wirtschaftlichen Turbulenzen weltweit.