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Polizei in Australien sammelt tausenden von Spendengelder, um gegen die COVID-Maßnahmen vorzugehen
© GREG WOOD / AFP

Polizei in Australien sammelt tausenden von Spendengelder, um gegen die COVID-Maßnahmen vorzugehen

Polizeibeamte aus Queensland haben eine Spendenseite eingerichtet, um Geld für die Beauftragung eines Anwalts und die Anfechtung der Impfpflicht für Polizeibeamte zu sammeln. Sie sagen, die neue Richtlinie verletze „das Recht auf Freiheit“.

Die Initiative, die von „einer Gruppe besorgter Polizeibeamter aus Queensland und deren Familien“ ausgeht, hat bis Samstag über 45.000 Dollar gesammelt – doppelt so viel wie ihr ursprüngliches Ziel.

Die Polizeibeamten, die behaupten, die Angelegenheit sei „weder pro- noch gegen impfen“, sagen, sie bräuchten das Geld, um sich juristischen Beistand zu holen und mit einer Anwaltskanzlei zusammenzuarbeiten, um eine kürzlich eingeführte Maßnahme zur Bekämpfung der Verbreitung des Coronavirus anzufechten. Laut der neu eingeführten Richtlinie des Queensland Police Service (QPS) Commissioner Katarina Carroll muss „die gesamte Belegschaft an allen Arbeitsplätzen des QPS innerhalb der nächsten fünf Monate“ geimpft werden und bis Januar nächsten Jahres vollständig geimpft sein.

Die widersprechenden Polizeibeamten sagten, dass kein Angestellter in irgendeinem privaten oder öffentlichen Sektor, nicht nur in der Strafverfolgung, zu medizinischen Eingriffen gezwungen werden kann. „Es geht um die Frage, ob unsere Arbeitgeber im Namen der Regierung eine zivile Einberufung genehmigen und in die Beziehung zwischen einem Patienten und seinem Arzt eingreifen können, indem sie eine Impfung vorschreiben“, hieß es in ihrer Erklärung.

„Die Impfpflicht verstößt gegen unser Recht auf Freiheit und informierte Zustimmung zu einem medizinischen Verfahren“, heißt es weiter, und die australischen Behörden verstoßen gegen das Gesetz, indem sie eine Situation schaffen, „in der dem Einzelnen keine andere Wahl bleibt, als sich zu fügen.“

Rund 700 Spender unterstützten die Initiative, um das zu bekämpfen, was einige von ihnen ein „drakonisches und totalitäres Mandat“ nannten. Andere wiederum forderten die Polizei auf, sich impfen zu lassen: „Man kann infektiös sein, es nicht merken, es weitergeben und dabei jemanden töten… Das ist für Ärzte, Krankenschwestern und andere Einsatzkräfte in vorderster Linie inakzeptabel und sollte für die Polizei ein Selbstläufer sein“, schrieb ein Kommentator.

Die Beamtin, die hinter dem umstrittenen Mandat steht, Kommissarin Carroll, wusste laut dem australischen Sender ABC News von den Protestbemühungen ihrer Mitarbeiter. Sie ermittle sowohl gegen die Organisatoren als auch gegen die Mitwirkenden der Kampagne, hieß es in dem Medienbericht unter Berufung auf Quellen, die andeuteten, dass sie wegen möglicher Verfehlungen angeklagt werden könnten, weil sie Polizeibilder veruntreut und öffentlich eine Anweisung des Kommissars herausgefordert hätten.