Die ehemalige US-Regierungsbeamtin und Finanzexpertin Catherine Austin Fitts warnt, dass die aktuelle Eskalation rund um die Straße von Hormuz weitreichende Folgen für die Weltwirtschaft haben könnte. In einem Interview erklärte sie, dass die Situation möglicherweise eine ähnliche Wirkung haben könnte wie die globalen Lockdowns während der Covid-Pandemie – nur diesmal ausgelöst durch Energie- und Lieferkettenkrisen.
Hormuz als kritischer Engpass der Weltwirtschaft
Die Straße von Hormuz gehört zu den wichtigsten maritimen Engpässen der Welt. Ein großer Teil der globalen Energieversorgung passiert diese Meerenge zwischen Iran und der arabischen Halbinsel.
Täglich werden dort normalerweise etwa:
- rund 20 Millionen Barrel Öl transportiert
- große Mengen Flüssiggas (LNG) verschifft
- wichtige Rohstoffe für Industrie, Düngemittel und Technologieproduktion bewegt.
Fällt dieser Transportweg aus oder wird stark eingeschränkt, kann dies schnell zu einer Kettenreaktion in der Weltwirtschaft führen.
Fitts argumentiert, dass eine länger andauernde Störung dieser Route nicht nur Energiepreise erhöhen würde, sondern auch Industrien und Landwirtschaft weltweit treffen könnte.
🚨 Catherine Austin Fitts zur Blockade der Straße von Hormuz
— Don (@Donuncutschweiz) March 16, 2026
💬 „Das ist Covid 2.0.“
Die Finanzexpertin Catherine Austin Fitts warnt, dass die Blockade der Straße von Hormuz eine massive globale Wirtschaftskrise auslösen könnte.
⛽️ Öl- und Gaslieferungen werden unterbrochen
🌾… pic.twitter.com/6h7R0lcrZx
Gefahr für Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Besonders kritisch sieht Fitts den Zeitpunkt der möglichen Störung: den Beginn der landwirtschaftlichen Saison im Frühjahr.
In Europa und vielen anderen Regionen beginnt im März und April die Phase, in der Landwirte Dünger einsetzen, um die kommende Ernte vorzubereiten. Wird die Produktion oder Lieferung von Düngemitteln gestört – etwa durch Energieknappheit oder Lieferkettenprobleme – könnten wichtige Teile der Anbausaison ausfallen.
Das hätte potenziell Folgen für:
- Getreideproduktion
- Lebensmittelpreise
- Versorgungssicherheit in vielen Ländern
Fitts warnt daher, dass eine Kombination aus Energiekrise und Düngerknappheit zu steigenden Lebensmittelpreisen und möglicherweise zu regionalen Versorgungskrisen führen könnte.
Energiekrise mit globalen Auswirkungen
Eine längere Störung der Hormuz-Route könnte laut Fitts mehrere wirtschaftliche Effekte gleichzeitig auslösen:
- steigende Öl- und Gaspreise
- höhere Transportkosten
- steigende Industrie- und Strompreise
- Druck auf globale Lieferketten
Da Energie ein zentraler Faktor für nahezu jede Produktionskette ist, könnten viele Industrien indirekt betroffen sein – von der Chemieindustrie bis zur Halbleiterproduktion.
Rolle der Versicherungs- und Finanzmärkte
Ein weiterer Punkt in Fitts’ Analyse betrifft den Einfluss von Versicherungen und Finanzmärkten auf den Schiffsverkehr.
Selbst wenn eine Wasserstraße militärisch nicht vollständig blockiert ist, kann sie wirtschaftlich unpassierbar werden, wenn Versicherungsprämien für Tanker stark steigen oder Reedereien das Risiko für zu hoch halten.
In solchen Fällen können:
- Versicherer
- Rückversicherer
- Finanzmärkte
entscheidend beeinflussen, ob Schiffe eine Route weiterhin nutzen oder nicht.
Risiko geopolitischer Eskalation
Fitts verweist außerdem darauf, dass Energieengpässe historisch häufig geopolitische Spannungen verschärft haben. Staaten, die von Energieimporten abhängig sind, könnten bei starken Versorgungsproblemen zu drastischen politischen oder militärischen Maßnahmen greifen.
Ein längerer Konflikt im Nahen Osten könnte daher nicht nur wirtschaftliche Folgen haben, sondern auch geopolitische Risiken erhöhen.
Warnung vor möglichen Versorgungskrisen
Das größte Risiko sieht Fitts letztlich in möglichen Folgen für die Lebensmittelversorgung. Wenn Energiepreise steigen, Lieferketten gestört werden und gleichzeitig landwirtschaftliche Produktion ausfällt, könnten besonders ärmere Regionen der Welt stark betroffen sein.
In solchen Situationen kann es zu:
- steigenden Lebensmittelpreisen
- politischen Instabilitäten
- regionalen Hungersituationen
kommen.
Fazit
Die aktuelle Lage rund um die Straße von Hormuz zeigt, wie stark die Weltwirtschaft von wenigen strategischen Engpässen abhängig ist. Sollte der Konflikt länger andauern oder der Schiffsverkehr weiter eingeschränkt werden, könnten die Auswirkungen weit über die Region hinausreichen.
Energiepreise, Lieferketten, Landwirtschaft und geopolitische Stabilität hängen eng zusammen – weshalb viele Experten die Entwicklung im Persischen Golf derzeit besonders aufmerksam beobachten.


